1959-04-28 / The 1959 Interrogation of Auschwitz SS Man Hans Stark

Introduction

Interrogation of former SS-Untersturmführer Hans Stark of the Auschwitz Political Department, dated April 28, 1959, on atrocities committed at the Auschwitz concentration camp. As a former member of the admissions department, Stark testified that “newly arriving transports that were designated for shooting were not to be registered, as would have been done with others, but were to be led directly to be shot.” He further described the early use of poison gas, stating that “the first gassing was carried out in the autumn of 1941 in the small crematorium. … A group of approximately 200 to 250 Jews was brought to the crematorium. They were men, women, and children of all ages. They were sent into the crematorium. I stood at the entrance and counted them. The gassings were carried out in such a way that the Jews were sent into a room which was then closed behind them. Then Zyklon B was poured through two openings in the roof”.

Document

Das Amtsgericht
Geschäftsnummer: 26 Gs 2497/59.
Gegenwärtig: Amtsgerichtsrat Tiepel als Richter, Justizangestellte Schmidt als Urkundsbeamter der Geschäftsstelle.

[…]

Köln, den 28. April 1959.

Ermittlungs-Strafsache gegen Stark wegen Mordes. Vorgeführt erschien der Beschuldigte Stark in d. S. in U.-Haft. Es wurde ihm eröffnet, welche strafbare Handlung ihm zur Last gelegt wird.

[…]

Die Befragung über die persönlichen Verhältnisse ergab folgendes: Vornamen (Rufname zu unterstreichen) und Familienname sowie etwaige Beinamen (bei Frauen auch der Geburtsname): Hans Stark, aktenkundig.

[…]

Der Beschuldigte, befragt, ob er etwas auf die Beschuldigung erwidern wolle, erklärte:

Im August 40 wurde ich als Gruppenführer zum SS-Regiment Westland nach München versetzt. Ab Nov. 40 kam ich zum Wachbataillon Dachau und etwa Weihnachten 40 als Blockführer in das KZ-Auschwitz. Nach etwa einer 1/2 jährigen Tätigkeit als Blockführer wurde ich etwa im Juni 41 in die politische Abteilung des KZ Auschwitz versetzt. Ich kam zunächst allein in die Aufnahme. Etwas später kam zu mir noch der SS-Scharführer Albrecht der aus Lodz stammte. Ich wollte meine Schulbildung beenden und erhielt deshalb auf Antrag von Weihnachten 41 bis Ende März 42 Urlaub und besuchte die Justus-Liebig-Oberrealschule in Darmstadt, wo ich die Reifeprüfung abgelegt habe. Im Anschluß daran, also Ende März 42, kam ich wieder in meine alte Stellung in das KZ-Auschwitz zurück. Ab Nov. 42 erhielt ich neuen Studienurlaub bis 31.3.43, den ich benutzte, um an der Universität Frankfurt/M. Jura zu studieren. Im Sommer 42 war ich zum SS-Oscha befördert worden. Nach dem angegebenen zweiten Studienurlaub wurde ich nach Dachau zu einem Ausleselehrgang kommandiert. Ab Nov. 42 hatte ich mit dem KZ Auschwitz nichts mehr zu tun.

Die Aufnahmeabteilung hatte bei Erschießungen folgende Aufgabe: Neuankommende Transporte, die zum Erschießen bestimmt waren, waren nicht zu registrieren, wie das mit anderen zu geschehen hätte, sondern zum Erschießen zu führen. Diese Aufgabe war mir zugeteilt. Wenn also ein Neuzugang von Leuten kam, die zum Erschießen bestimmt waren, hatte mir Grabner vorher telefonisch oder mündlich dies mitgeteilt und mich angewiesen, die Leute zu dem in der Nähe befindlichen kleinen Krematorium zu führen, wo sie in einem besonderen Raum durch den Rapportführer Palitsch erschossen wurden. Die Erschießung erfolgte durch ein Kleinkalibergewehr, das in der Blockführerhütte aufbewahrt wurde, in der die Aufnahmeabteilung ebenfalls untergebracht war. Wenn mehrere Neuangekommene zur Erschießung bestimmt waren, führte ich diese gemeinsam zum kleinen Krematorium. Auf dem Weg sagte ich zu ihnen, daß sie zunächst gebadet würden, d. h. ich sagte das, wenn sie mich etwa fragten, was mit ihnen geschehe. In einem Vorraum des Erschießungsraums befahl ich ihnen sich auszuziehen, d. h. meistens befahl das der, der dort die Aufsicht führte. Ich betrat dann mit dem Ersten den Erschießungsraum. Hier muß ich meine frühere Aussage spezifizieren. Es war nicht so, daß ich immer jeweils die zu Erschießenden in den Erschießungsraum führte. In dem Vorraum, wo die Häftlinge ihre Kleider ablegten, befand sich immer eine besondere Aufsichtsperson, ein Blockführer. Dieser hat natürlich auch manchmal die zu Erschießenden in den Erschießungsraum geführt, während ich dann nur die Betreffenden auf der Liste abhakte. In dem Erschießungsraum befand sich stets, wenn der Erste zum Erschießen hineingeführt wurde, Palitsch mit dem Gewehr. Häufig waren aber dort auch noch andere Blockführer oder auch der Schutzhaftführer anwesend. Palitsch hielt das Gewehr hinter dem Rücken versteckt, so daß es der Häftling nicht sehen konnte. Palitsch oder einer der anderen oder auch ich, sagten dann zu dem Häftling: „Schau mal dort hin“. Diesen Augenblick, indem der Häftling wegsah, benutzte P. jedesmal, um den Häftling durch Genickschuß zu töten. Er hielt die Gewehrmündung wenige cm vor das Genick des Häftlings. Auf diese Weise wurden nacheinander die zur Erschießung bestimmten getötet. Die Leichen wurden dann stets nacheinander von Häftlingen aus dem Raum gebracht, die sich nebenan im Krematorium aufhielten. Über den Umfang dieser Erschießungen vermag ich keine Angaben zu machen.

Ich kann mich an zwei Vorgänge erinnern, die etwa in den Monaten Mai/Juni 42 stattfanden. Damals wurden im Abstand von einigen Wochen aus dem Bereich der Gestapo-Leitstelle Kattowitz zwei kleinere Gruppen von je 20 Häftlingen als Neueinlieferung gemeldet. Es handelte sich um Juden, und zwar waren es Männer, Frauen und Kinder, die Kinder vielleicht in einem Alter von 5 bis 12 Jahren. Das Verhältnis dieser Personen war mir nicht bekannt, ich nahm es aber als selbstverständlich an, daß es sich um Judenfamilien handelte. Wie immer bekam ich von Grabner den telefonischen Anruf, daß diese Neuzugänge unmittelbar zur Erschießung bestimmt waren. Ein Grund, warum diese zu Erschießen seien, wurde nicht genannt. Ich erinnere mich, daß ich die erste Gruppe bei Tageslicht annahm. Ich führte diese Gruppe geschlossen und sofort zum Krematorium, wo sie in der bereits geschilderten Weise in den Erschießungsraum geführt wurden. Sie wurden dort nacheinander durch P. erschossen. Ob ich selbst während der Erschießung im eigentlichen Erschießungsraum oder im Vorraum gewesen bin, weiß ich nicht mehr, d. h. ich bin bei einigen Erschießungen sicher im Erschießungsraum gewesen, bei allen aber nicht. Ich erinnere mich, dabei gewesen zu sein, als auch ein Kind in der oben erwähnten Art erschossen wurde. P. war vor der Erschießung von mir unterrichtet worden und befand sich infolgedessen schon im Erschießungsraum, als ich mit den Häftlingen ankam.

Einige Wochen später kam die zweite Gruppe, auch aus etwa 20 Juden, Männer, Frauen und Kinder bestehend, an. Auch diese Gruppe wurde von mir unmittelbar zur Erschießung geführt.

Wie ich bereits gesagt habe, teilte mir Grabner bereits vor Ankunft von Häftlingen, die zur Erschießung bestimmt waren, deren Ankunft mit, und gab mir den Auftrag, diese sofort nach der Ankunft zu dem Erschießungsraum zu führen. Er teilte mir dies telefonisch oder auch mündlich mit. Ich habe mich gegen die Ausführung eines solchen Befehls nie gesträubt, das kam mir auf Grund meiner in der SS erhaltenen weltanschaulichen Schulung nicht in den Sinn. Ich habe mir über die Rechtmäßigkeit oder Unrechtmäßigkeit solcher Erschießungen eigentlich gar keine Gedanken gemacht. Wohl war mir meine Beteiligung an der Sache unangenehm, d. h. ich habe mich in meiner Haut nicht wohl gefühlt. Deshalb habe ich auch immer wieder versucht, meine Versetzung an die Front, d. h. meine Versetzung zu einem aktiven Truppenteil zu erreichen.

In einem Fall habe ich aktiv an einer Erschießung teilgenommen. Im Herbst 41 wurden etwa 20 bis 30 russische Kommissare von der Gestapo-Leitstelle Kattowitz eingeliefert. Diese Kommissare trugen normale russische Wehrmachtsuniform, waren also als Kommissare nicht besonders gekennzeichnet. Wer ihre Kommissarzugehörigkeit festgestellt hatte weiß ich nicht, es war dies Aufgabe der Gestapo. Ich weiß nicht, ob gegen diese Kommissare ein Todesurteil vorlag, glaube es aber nicht. D. h. auf Grund meiner heutigen Kenntnis glaube ich das nicht. Damals habe ich mir darüber überhaupt keine Gedanken gemacht. Ich war auch in diesem Falle von Grabner informiert worden, daß diese Kommissare ankamen und zur Erschießung zu führen seien. Wenn ich mich recht erinnere, hatte er mir noch dazu gesagt, er wolle in diesem Falle gerufen werden, wenn die Kommissare ankamen. Er kam dann auch zur Aufnahme, als die Kommissare ankamen. Die Kommissare wurden dann von Grabner und mir zum Erschießungsplatz geleitet. Die Erschießungen fanden diesmal im Hofe des Block 11 statt. Jeweils 2 wurden in den Hof geführt und dort durch Genickschuß getötet, während die übrigen im Gang des Blocks 11 warteten. Die Erschießungen sind abwechselnd von Grabner, Palitsch, mir und einem mir namentlich nicht mehr bekannten Blockführer ausgeführt worden.

An weiteren aktiven Erschießungen habe ich selbst aktiv nicht mitgewirkt. Ich habe auch nie von mir aus in einer Einzelaktion einen Häftling getötet.

Die erste Vergasung wurde im Herbst 41 im kleinen Krematorium durchgeführt. Am Tage vorher hatte ich von Grabner die Aufforderung bekommen, mich anderen Tags am späten Abend vor dem Krematorium einzufinden. Ich hatte etwas unterschreiben müssen, worin ich mich zu besonders strenger Geheimhaltung verpflichtete. Mir war aber nicht gesagt worden, zu welchem Zweck ich dort hingeschickt würde. Ich begab mich also befehlsgemäß am folgenden späten Abend zum Krematorium, wo sich bereits eine ganze Reihe von SS-Angehörigen versammelt hatten, wie Lagerkommandant, Schutzhaftlagerführer, mehrere Blockführer, Grabner und noch weitere Angehörige der politischen Abteilung. Als wir einige Zeit gewartet hatten, wurde eine Gruppe von etwa 200 bis 250 Juden zu dem Krematorium gebracht. Es waren Männer, Frauen und Kinder aller Altersklassen. Sie wurden in das Krematorium geschickt. Ich stand am Eingang und hatte sie zu zählen.

Die Vergasungen wurden so vorgenommen, daß die Juden in einem Raum geschickt wurden, der hinter ihnen verschlossen wurde. Dann wurde durch zwei Öffnungen im Dach Zyklon B in die Öffnungen geschüttet.

In der Folgezeit habe ich noch an mehreren Vergasungen teilgenommen. Auch bei diesen Vergasungen bestand meine Aufgabe darin, die Zahl der Leute, die in die Vergasungsräume geschickt wurden, zu zählen. Diese Zahl mußte ich dann nach Berlin melden.

Bei der zweiten Vergasung, die ebenfalls in dem kleinen Krematorium stattfand, erhielt ich von Grabner den Befehl, Zyklon B in eine der Öffnungen hineinzuschütten. Da es geschah dies, weil der zweite Sanitäter nicht erschienen war, das Zyklon B aber gleichzeitig in beide Öffnungen hineingeschüttet werden mußte. Unmittelbar nach dem hereinschütten des Zyklon B wurden die Öffnungen verschlossen. Ob sich bei einer der im Lager durchgeführten Vergasungen der Sanitäter Klar beteiligt hat, weiß ich nicht. Wohl ist er mir als Lagersanitäter bekannt.

Bei der ersten Vergasung, die ich oben erwähnt habe, bin ich geblieben bis der Vergasungsraum geöffnet wurde. Alle Anwesenden sind damals geblieben und haben anschließend den Vergasungsraum sich angeschaut. Die Getöteten lagen kreuz und quer durcheinander, das Häftlingskommando des Krematoriums hat anschließend die Vergasten ins Krematorium gebracht.

In dem bisher erwähnten kleinen Krematorium fanden nur die zwei geschilderten Vergasungen statt. Später fanden die Vergasungen anderswo statt. Bei allen Vergasungen, die stattfanden, so lange ich im KZ war, bin ich dabei gewesen, um die Zahl derer festzustellen, die den Vergasungsraum betraten und diese Zahl nach Berlin zu melden.

Die Angaben des Zeugen Trembaczowski: Wie ich bereits erwähnte, habe ich an der Erschießung von 20 bis 30 russischen Kommissaren im Hof des Block 11 mitgewirkt. Es ist auch möglich, daß ich einmal ein Gewehr bei mir hatte, wenn ich die zur Erschießung bestimmten Häftlinge von der Aufnahme zum kleinen Krematorium brachte. Es geschah das dann, um Palitsch das Gewehr, mit dem er die Häftlinge erschoss, zu überbringen. Ich selbst habe jedenfalls niemals Häftlinge erschossen, von der Erschießung der oben erwähnten Kommissare abgesehen.

Der Zeuge Rögner ist mir unbekannt. Seine Angaben sind, was meine Person betrifft, erfunden. Ich bin jedenfalls nie dabei gewesen, wenn ein von dem Zeugen geschilderter Vorfall vorgekommen sein soll. Ich habe niemals einen Häftling aus eigenem Antrieb erschossen. Auf Befehl habe ich mich lediglich an der Erschießung der oben erwähnten Kommissare beteiligt.

v.g.u.

[Unterschriften]

The Local Court

File number: 26 Gs 2497/59.
Present: District Court Councillor Tiepel as judge, court employee Schmidt as recording clerk of the registry.

[…]

Cologne, 28 April 1959.

Preliminary criminal proceedings against Stark for murder. The accused Stark was brought before the court in custody (pre-trial detention). He was informed of the criminal act with which he was charged.

[…]

Questioning concerning his personal circumstances produced the following: First names (given name to be underlined) and family name as well as any nicknames (for women also the maiden name): Hans Stark, already on file.

[…]

The accused, when asked whether he wished to respond to the charge, stated:

In August 1940 I was transferred as a platoon leader to the SS Regiment Westland in Munich. From November 1940 I was assigned to the Dachau guard battalion and around Christmas 1940 as a block leader to the Auschwitz concentration camp. After about half a year of activity as a block leader, around June 1941 I was transferred to the Political Department of Auschwitz concentration camp. At first I came alone to the admissions section. Somewhat later SS squad leader Albrecht, who came from Łódź, joined me. I wanted to complete my schooling and therefore, upon application, received leave from Christmas 1941 until the end of March 1942 and attended the Justus Liebig Upper Secondary School in Darmstadt, where I passed the final examination. After that, at the end of March 1942, I returned to my former position at Auschwitz concentration camp. From November 1942 I received further study leave until 31 March 1943, which I used to study law at the University of Frankfurt am Main. In the summer of 1942 I was promoted to SS Oberscharführer. After the said second period of study leave I was assigned to Dachau for a selection course. From November 1942 onward I had nothing further to do with Auschwitz concentration camp.

The admissions department had the following task during shootings: newly arriving transports that were designated for shooting were not to be registered, as would have been done with others, but were to be led directly to be shot. This task was assigned to me. Thus, when a new group of people arrived who were designated to be shot, Grabner informed me beforehand by telephone or orally and instructed me to lead the people to the small crematorium located nearby, where they were shot in a special room by the report leader Palitsch. The shooting was carried out with a small-caliber rifle that was kept in the block leaders’ hut, in which the admissions department was also housed. If several newly arrived persons were designated for shooting, I led them together to the small crematorium. On the way I told them that they were first to be bathed — that is, I said this if they asked me what was going to happen to them. In an anteroom of the execution room I ordered them to undress, that is, usually the person supervising there gave this order. I then entered the execution room with the first person. Here I must clarify my earlier statement. It was not always the case that I personally led each of those to be shot into the execution room. In the anteroom, where the prisoners removed their clothing, there was always a special supervisory person, a block leader. He naturally sometimes also led those to be shot into the execution room, while I merely checked the names off the list. In the execution room, when the first person was led in to be shot, Palitsch was always present with the rifle. Often other block leaders or the protective custody officer were also present. Palitsch held the rifle hidden behind his back so that the prisoner could not see it. Palitsch or one of the others, or I myself, would then say to the prisoner, “Look over there.” At that moment, when the prisoner turned away, P. used the opportunity every time to kill the prisoner with a shot to the back of the neck. He held the muzzle of the rifle a few centimeters from the prisoner’s neck. In this way those designated for shooting were killed one after another. The bodies were then always removed one after another from the room by prisoners who were staying next door in the crematorium. I am unable to give any information about the total number of these shootings.

I can recall two incidents that took place around May/June 1942. At that time, at intervals of several weeks, two smaller groups of twenty prisoners each were reported as new arrivals from the area of the Gestapo headquarters in Kattowitz. They were Jews — men, women, and children, the children perhaps between five and twelve years old. I did not know the exact relationship between these persons, but assumed as a matter of course that they were Jewish families. As always, I received a telephone call from Grabner that these new arrivals were designated for immediate shooting. No reason was given as to why they were to be shot. I recall that I received the first group in daylight. I led the group together and immediately to the crematorium, where they were taken into the execution room in the manner already described. They were shot there one after another by P. Whether I myself was in the execution room proper or in the anteroom during the shootings I no longer know — that is, I was certainly in the execution room for some of the shootings, but not for all. I remember being present when a child was also shot in the manner described above. P. had been informed by me beforehand and was therefore already in the execution room when I arrived with the prisoners.

Several weeks later the second group arrived, likewise consisting of about twenty Jews — men, women, and children. This group too was led by me directly to be shot.

As I have already stated, Grabner informed me in advance of the arrival of prisoners designated for shooting and instructed me to lead them immediately after arrival to the execution room. He informed me either by telephone or orally. I never resisted carrying out such an order; due to the ideological training I had received in the SS, such resistance did not occur to me. I gave no real thought to the legality or illegality of such shootings. It is true that my involvement was unpleasant to me — that is, I did not feel comfortable in my own skin. For this reason I repeatedly attempted to obtain a transfer to the front, that is, to an active combat unit.

In one case I actively participated in a shooting. In the autumn of 1941 approximately twenty to thirty Russian commissars were delivered by the Gestapo headquarters in Kattowitz. These commissars wore normal Russian army uniforms and were therefore not specially marked as commissars. I do not know who established their status as commissars; that was the task of the Gestapo. I do not know whether a death sentence existed against these commissars; I believe not — that is, based on my present knowledge I believe not. At the time I gave it no thought whatsoever. In this case too I had been informed by Grabner that the commissars were arriving and were to be led to be shot. If I recall correctly, he also said that he wanted to be called when the commissars arrived. He then came to the admissions area when they arrived. The commissars were then led by Grabner and me to the execution site. This time the shootings took place in the courtyard of Block 11. Two at a time were led into the courtyard and killed there with a shot to the back of the neck, while the others waited in the corridor of Block 11. The shootings were carried out alternately by Grabner, Palitsch, myself, and another block leader whose name I no longer remember.

I did not actively participate in any further shootings. I also never killed a prisoner on my own initiative in an individual action.

The first gassing was carried out in the autumn of 1941 in the small crematorium. The day before, Grabner had instructed me to present myself the following evening in front of the crematorium. I had to sign something in which I committed myself to particularly strict secrecy. However, I was not told for what purpose I was being sent there. Accordingly, on the following evening I went to the crematorium as ordered, where a number of SS personnel had already assembled, including the camp commandant, the protective custody camp leader, several block leaders, Grabner, and other members of the Political Department. After we had waited some time, a group of approximately 200 to 250 Jews was brought to the crematorium. They were men, women, and children of all ages. They were sent into the crematorium. I stood at the entrance and counted them.

The gassings were carried out in such a way that the Jews were sent into a room which was then closed behind them. Then Zyklon B was poured through two openings in the roof.

In the period that followed I participated in several further gassings. In these as well my task was to count the number of people who were sent into the gas chambers. I then had to report this number to Berlin.

During the second gassing, which also took place in the small crematorium, Grabner ordered me to pour Zyklon B into one of the openings. This happened because the second medical orderly did not appear, although Zyklon B had to be poured simultaneously into both openings. Immediately after the Zyklon B was poured in, the openings were closed. Whether the orderly Klar participated in any of the gassings carried out in the camp I do not know. He is, however, known to me as a camp medical orderly.

During the first gassing mentioned above I remained until the gas chamber was opened. All those present remained and then looked into the gas chamber. The dead lay tangled together in all directions, and the prisoner detail of the crematorium then brought the gassed bodies into the crematorium.

In the small crematorium mentioned so far only the two described gassings took place. Later the gassings took place elsewhere. At all gassings that occurred while I was in the camp, I was present in order to determine the number of those entering the gas chamber and to report this number to Berlin.

Statement of the witness Trembaczowski: As already mentioned, I participated in the shooting of twenty to thirty Russian commissars in the courtyard of Block 11. It is also possible that on one occasion I carried a rifle with me when I brought prisoners designated for shooting from the admissions area to the small crematorium. This was done in order to deliver the rifle to Palitsch with which he shot the prisoners. I myself have in any case never shot prisoners, apart from the shooting of the commissars mentioned above.

The witness Rögner is unknown to me. His statements concerning my person are fabricated. I have never been present when an incident described by that witness is supposed to have occurred. I have never shot a prisoner on my own initiative. On orders I merely participated in the shooting of the commissars mentioned above.

Read, approved, and signed.

[Signatures]

Archivial reference:

Hessisches Hauptstaatsarchiv, Abt. 461, Nr. 37638/7

Scroll to Top