1941-12-07 / Wehrmacht Local HQ in Kerch, Crimea: “The execution of about 2,500 Jews was carried out”

Introduction

A report submitted by the Wehrmacht’s Local Headquarters in Kerch, Crimea on 7 December 1941 recorded the extermination of the city’s Jewish population. It mentions that the “execution of about 2,500 Jews was carried out on 1, 2, and 3 December [1941]”. In the document, the word “execution” is crossed out in pencil and replaced with “resettlement,” the euphemism the Nazis used to conceal the murder of Jews. The report also noted that “additional executions are to be expected, since part of the Jewish population fled, went into hiding, and must first be apprehended”.

Document

Tätigkeitsbericht der Ortskommandantur I/287
B.B.Nr: 328

Betrifft: Tätigkeitsbericht vom 28. 11. bis 7. 12. 1941.
Bezug: Kdt. rückw. A.Geb. 553, Qu., Tgb. Nr. 2891/41 v. 20. 8. 41.4

An Feldkommandantur 810 mit der Bitte um Weiterleitung an Kdt. rückw. A.Geb. 553, Simferopol

1.) Militärisches:
Den Küstenschutz und die Sicherung der Stadt Kertsch hat ab 3. 12. mittags das II./IR 42 übernommen, nachdem das IR 213 und sämtliche zugehörige Verbände der 73. ID herausgezogen wurden. Kertsch liegt nunmehr im Befehlsbereich der 46. ID. Die Ausrottung der Partisanen im Steinbruch südlich von Kertsch ist gegenwärtig dem Pi.Batl. 88 anvertraut. Die Tagstreifen und die Beaufsichtigung der eingesetzten Arbeitskommandos besorgen die vom XXXII. AK zugeteilten 20 Feldgendarmen. Die Wache für die Ortskommandantur stellt ab 5. 12. 41 das IR 42. Am 5. und 6. 12. 41 wurde erhöhte Alarmbereitschaft durchgegeben, da Landungsversuche vermutet wurden. Vereinzelte Flieger besuchen die Stadt, werfen ab und zu in geringer Anzahl Bomben und werden von der Flak unter Feuer genommen. Bei Tag wurden vereinzelt Fahrkolonnen mit Bordwaffen angegriffen; es gab etliche Verwundete, darunter einen Schwerverletzten mit Bauchschuß.

2.) Politisches:
An Volksdeutschen wurden weitere 2 Frauen und 1 Mann listenmäßig erfaßt und mit Ausweisen versehen. Es sind hiermit insgesamt 17 Volksdeutsche erfaßt, darunter 2 Männer.

Die Umsiedlung Exekutierung der Juden, etwa 2500 an der Zahl, wurde am 1., 2. und 3. Dezember vollzogen. Mit nachträglichen Exekutierungen ist zu rechnen, da ein Teil der jüdischen Bevölkerung flüchtete, sich versteckt hält und erst aufgegriffen werden muß.

Am 1. 12. 41 wurden 3 überwiesene Partisanen durch die Geheime Feldpolizei öffentlich gehängt. Weitere 4 Partisanen sind bereits verhört und werden mit 1 Juden, der sich als Dolmetscher einschlich und gegen die Interessen der deutschen Wehrmacht übersetzte, sowie 1 Mann, der mit geladener Pistole aufgegriffen wurde und sich verdächtig herumtrieb, am 7. bzw. 8. 12. 41 erschossen.

Die Erfassung der ehemals zaristischen Offiziere ist vorgesehen.

3.) Verwaltung:
Der Verwaltungsapparat spielt sich allmählich ein. Der Bürgermeister arbeitet mit seinen Beigeordneten langsam, bedächtig und ängstlich, hat aber Erfolge zu buchen. Das Straßenbild ist nicht nur sauber, sondern auch bewegter geworden. Friseur- und Handwerkerläden sind bereits geöffnet. In einer Tee- und Kaffeestube werden bereits warme Ge-tränke verabreicht; eine zweite ist im Erstehen. Das Fuhrwerkunternehmen der Stadt mit 45 Pferden und 3 Lkw hat den Betrieb aufgenommen. Von den Schulen der Stadt, die zumeist von Truppen und Dienststellen besetzt oder schwer beschädigt sind, wurden 3 für den in absehbarer Zeit einsetzenden Schulunterricht freigemacht. Die städtische Feuerwehr in der Stärke 1:388 wurde reorganisiert und konnte bereits 2 Brände löschen. Es steht ihr ein Lkw und 1 Spritzenwagen zur Verfügung; 2 weitere Wagen werden instand gesetzt. Die Errichtung eines städtischen Sammellagers für Lebensmittel und Einrichtungsgegenstände hat sich bewährt. Das Stadt-Krankenhaus konnte freigemacht und zur Aufnahme des städtischen Gesundheitsdienstes freigegeben werden. Ebenso konnte die Stadt-Apotheke wieder eröffnet werden. Kino und Theater könnten ungehindert den Betrieb aufnehmen, wenn die nötigen Strommengen sichergestellt werden könnten. Programme sind bereits ausgearbeitet. Den ärztlichen und zahnärztlichen Dienst für die Zivilbevölkerung versehen insgesamt 27 Ärzte und Ärztinnen, darunter 9 Juden, die vom Sonderkommando 10b vorläufig freigestellt wurden. Außerdem arbeiten im Lazarett der russischen Kriegsgefangenen 5 Militärärzte und 3 Feldscher. Der für den tierärztlichen Dienst verantwortliche Leiter des Stadt-Veterinäramtes Sirus Nikolaus erließ mit Genehmigung der OK einen Aufruf an die Bevölkerung zwecks Verhütung und Anmeldung von Seuchenkrankheiten, Fleischbeschau und dgl.

4.) Wirtschaftliches:

Wirtschaftskommando Krim und Kreislandwirtschaftsführung haben sich ihre Arbeitsgebiete folgendermassen verteilt: Wi – Ko Krim betreut: 1. Staatsbank Kertsch, Engelsstrasse 3, 2. Hüttenwerk Wojkow, Kolonka, 3. Konservenfabrik Volja Truda, 4. Tabakfabrik Kertsch, 5. Fassfabrik, 6. Giesserei, Wojkowstrasse 40, 7. Bootsbauerei, Salamejastrasse, 8. Makkaronifabrik, Karl Marxstrasse 13, 9. Druckerei, Leninstrasse, 10. Schildermalerei, Leninstrasse, 11. Mineralwasserfabrik, 12. E-Werk, Kertsch (durch T.B.17), 13. E-Werk, Kamisch-Burun (in Schiffsreparaturwerft), 14. Wasserwerk Kertsch (durch T.B.17), 15. Schiffsreparaturwerft Kamisch-Burun, 16. Schuhfabrik, 17. Erzgruben Wojkow u. Kamisch-Burun (durch Sonderbeauftragten f.d. Bergbau). Kreislandwirtschaftsführung betraut: 1. Fischerei mit sämtl. Nebenbetrieben, 2. Kühlanlagen, 3. Schlachthof mit Wurstfabrik, 4. Bäckereien, 5. Mühlen, 6. Baumwollentkörnungsanstalt, 7. Häutesammelstelle und Gerberei, 8. Ölmühle, 9. Getreidelager, 10. M.T.S. mit Brennstoff-Basen, 11. Fuhrwerksunternehmen.

Zur wirtschaftlichen Lage der Stadt wird weiter berichtet, dass bereits 5 Bäckereien arbeiten und zunächst Brot gegen Abgabe von Mehl abgeben. Für die Truppenversorgung nicht mehr zulässiges Gefrierfleisch, dass im Hafen gefunden und von den Russen mit Petroleum übergossen wurde, wird in Fleischereiläden an die Bevölkerung abgegeben.Der Fischfang hat bereits eingesetzt, ist jedoch durch Feind­einflüsse behindert. Dennoch wird versucht, nicht nur den derzeitigen Bedarf zu decken, sondern auch Ware zum Einsalzen, Räuchern und Marinieren auf Stappel zu legen. Im Stadtgebiet wurden Auto-Repaturwerkstätten eingerichtet, die den Bedarf an KFZ. sicherstellen sollen.Ein Uhrmacher und ein Mechaniker, der sich vorwiegend mit der Reparatur von Schreib- und Nähmaschinen beschäftigt, haben ihre Geschäfte geöffnet. Der Schlachthof ist in Ordnung; die Wurstfabrik wird in 8–10 Tagen betriebsbereit sein. Die bereits im Bericht vom 27.11.41 genannte Grossmühle wird voraussichtlich in 4 Wochen den Betrieb aufnehmen können. Bis dahin versorgen 8 Kolchosmühlen die Vermahlung des Getreides. Die Molkerei, ein Kleinbetrieb mit etwa 300 Liter Tagesverarbeitung dürfte in 1 Woche fertig sein. In der Häutesammelstelle befinden etwa 22.000 Häute von Rindern, Pferden, Schafen, Ziegen, Schweinen und Hunden. Die Häute werden hier nicht gegerbt; sie werden von hier aus nach Simferopol bezw. nach dem Kaukasus zum Gerben verschickt. In Kertsch wurden sie lediglich eingesalzen. Im Stadtgebiet wurden etliche massiv gebaute Lagerschuppen für Getreide vorgefunden, in denen etwa 450 Tonnen Gerste, 90 Tonnen Weizen, 1 Tonne Hafer, 25–30 Tonnen Weizenkleie und 10–12 Tonnen Baumwollsamen sichergestellt werden konnten. Etwa in 8 Tagen wird eine Stiefelfabrik in Betrieb genommen werden können, die verdorbenes Fleisch, verdorbene Fische und Abfallprodukte der Fischkonservierung verarbeitet. Eine kleine Anlage zur Erzeugung von Seife wird instand gesetzt und kann in etwa 2–3 Wochen den Betrieb aufnehmen. Der Brunnenzug 1 des T.B.17 unter Führung Leutnant Schopp und S.F. Ing. Tannerli ist dauernd zur Instandsetzung des gesamten Aggregates in Kamisch–Burun beschäftigt. Weiter wurden die elektrischen Anlagen der Entlausungsanstalt verbessert und weitere Licht- und Wasseranschlüsse durchgeführt.

5.) Allgemeines:
Die Entlausungsanstalt ist in Betrieb. Bisher konnten etwa 2.300 Dienstgrade und Mannschaftspersonen der Entlausung zugeführt werden. Das mit vieler Umsicht neu geschaffene Soldatenheim wird voraussichtlich am 14.12.41 den Betrieb aufnehmen können. Zur Ausgestaltung des Heimes wurden von dem russischen Maler Bojko angefertigte Führerbilder im Öl um Rm 200.– erworben. Für die Errichtung eines Bordells sind die ersten Vorkehrungen getroffen worden. Die Bahnstrecke Kertsch–Feodossia wird von hier aus unter Leitung des Hptm. Ing. Achat der 46.I.D. instand gesetzt. Das gesamte Gleisanhaltermaterial sowie Betrieb- und Fahrtechnisches Personal wurden erfasst.

Die Kreislandwirtschaftsführung hielt am 6.12.41 die erste Tagung mit folgenden Programmpunkten ab:
1. Eröffnung und Begrüssung
2.Berichte der Bezirkslandwirte Merkel, Buittek u. Wolf.
3. Vortrag über Fragen der Tierzucht, speziell Schafzucht (Kr. L. F. Görg)
4. Bericht über die La-Tagung in Simferopol (Kr. L. F. Görg)
5. Vortrag über die Geschichte der Stadt Kertsch (Dolmetscher Segerow).
6. Allgemeine Aussprache.

Im Verlauf dieser Tagung wurde klar ersichtlich, dass die wirtschaftliche Lage der Stadt Kertsch äusserst kritisch ist. Nach Angaben des Bezirkslandwirtschaftsführers Wolf sind nur mehr für 40 Tage Verpflegsmittel vorhanden. Für den arbeitenden Teil der Bevölkerung (einschl. Familienmitglieder) wurde die Brotmenge mit 200 Gramm pro Kopf und Tag in Vorschlag gebracht. Weiters wurden die Anbaupläne für das Frühjahr 1942 bekanntgegeben; notwendiges Saatgut müsste herangebracht werden oder es könnte das Anbauprogramm nur in einem äusserst beschränkten Ausmass durchgeführt werden. Vorwiegend wurde der Kartoffelanbau empfohlen, da mit der Möglichkeit einer zweimaligen Ernte zu rechnen ist. Der Viehbestand ist gering; Schlachtvieh kaum vorhanden. Rinderzucht soll auf ein Mindestmass eingedämmt, dagegen die Schafzucht mit allen verfügbaren Mitteln gehoben werden. Weiters wird der Pferdeaufzucht besonderes Augenmerk zugewendet werden müssen. Der Kr. L.-Führer gab seinen unterstellten S-Führern den Auftrag, in Kürze Meldung zu erstatten, wiewiele Arbeitskräfte zur Entlastung der Ernährungslage in den umliegenden Gebieten des Kreises eingesetzt werden können.

[Unterschrift Neumann]
Major und Kommandant.

Activity Report of the Local Headquarters I/287
Diary No.: 328

Subject: Activity report from 28 November to 7 December 1941.
Reference: Commander Rear Army Area 553, Quartermaster, File No. 2891/41 of 20 August 1941.

To Field Headquarters 810 with the request for forwarding to Commander Rear Army Area 553, Simferopol.

1.) Military:

Coastal defense and the security of the city of Kerch were taken over at midday on 3 December by II Battalion, Infantry Regiment 42, after Infantry Regiment 213 and all attached units of the 73rd Infantry Division were withdrawn. Kerch now lies within the command area of the 46th Infantry Division.

The extermination of the partisans in the quarry south of Kerch is currently entrusted to Engineer Battalion 88. The day patrols and supervision of the deployed labor details are carried out by the 20 field gendarmes assigned by the XXXII Army Corps. Guard duty for the Local Headquarters has been performed by Infantry Regiment 42 since 5 December 1941.

On 5 and 6 December 1941, increased alert readiness was ordered due to suspected landing attempts. Individual aircraft visit the city, occasionally drop small numbers of bombs, and are fired upon by the anti-aircraft units. During the day, vehicle columns were sporadically attacked with aircraft machine guns; there were several wounded, including one seriously injured with an abdominal gunshot.

2.) Political:

A further two ethnic German women and one man were registered and issued identity papers. This brings the total number of registered ethnic Germans to 17, including two men.

The execution resettlement of about 2,500 Jews was carried out on 1, 2, and 3 December. Additional executions are to be expected, since part of the Jewish population fled, went into hiding, and must first be apprehended.

On 1 December 1941, three transferred partisans were publicly hanged by the Secret Field Police. A further four partisans have already been interrogated and will be shot on 7 or 8 December 1941, together with one Jew who had infiltrated as an interpreter and translated against the interests of the German Wehrmacht, and one man who was seized with a loaded pistol and behaved suspiciously.

The registration of former Tsarist officers is planned.

3.) Administration:

The administrative apparatus is gradually finding its footing. The mayor works slowly, cautiously, and anxiously with his deputies, but he has achieved results. The streets are not only clean but also livelier. Barbershops and craft shops are already open. A tea and coffee room is already serving hot drinks; a second is being established.

The city’s transport company, with 45 horses and 3 trucks, has begun operations. Of the city’s schools—most of which are occupied by troops and offices or heavily damaged—three have been cleared for classes expected to begin soon.

The municipal fire brigade, with a strength of 1:388, has been reorganized and has already extinguished two fires. It has one truck and one pump wagon available; two additional vehicles are being repaired.

The establishment of a municipal collection depot for food and household goods has proven effective. The city hospital has been cleared and reopened for municipal health services. The city pharmacy has likewise reopened.

Cinema and theater could begin operating without hindrance if sufficient power could be provided; programs have already been prepared.

A total of 27 medical and dental practitioners serve the civilian population, including 9 Jews who have been temporarily exempted by Sonderkommando 10b. In addition, 5 military doctors and 3 feldshers work in the prisoner-of-war hospital.

The head of the city veterinary office, Sirus Nikolaus, issued a public notice—approved by Local Headquarters—calling on the population to prevent and report contagious diseases, and concerning meat inspection and similar matters.

4.) Economic:

The Economic Command Crimea and the District Agricultural Administration have divided their areas of responsibility as follows:
Economic Command Crimea supervises:

1. State Bank Kerch, Engels Street 3
2. Wojkow Metallurgical Plant, Kolonka
3. Volja Truda Canning Factory
4. Kerch Tobacco Factory
5. Barrel Factory
6. Barrel Factory
7. Boat-building yard, Salameja Street
8. Macaroni Factory, Karl Marx Street 13
9. Printing shop, Lenin Street
10. Sign painting shop, Lenin Street
11. Mineral water factory
12. Kerch Power Plant (via T.B.17)
13. Kamysh-Burun Power Plant (in the ship repair yard)
14. Kerch Waterworks (via T.B.17)
15. Kamysh-Burun Ship Repair Yard
16. Shoe factory
17. Wojkow and Kamysh-Burun ore mines (via special commissioner for mining)

District Agricultural Administration supervises:

1. Fisheries with all auxiliary operations
2. Cold-storage facilities
3. Slaughterhouse with sausage factory
4. Bakeries
5. Mills
6. Cotton ginning plant
7. Hide collection point and tannery
8. Oil mill
9. Grain storage
10. M.T.S. with fuel depots
11. Vehicle/transport enterprises

Reports on the city’s economic situation continue: five bakeries are now operating and initially distribute bread in exchange for flour. Frozen meat that is no longer permissible for troop supply, found in the harbor and doused with petroleum by the Russians, is being sold to the population in butcher shops. Fishing has begun but is hindered by enemy activity. Nevertheless, attempts are being made not only to meet current needs but also to prepare supplies for salting, smoking, and marinating.

Automobile repair workshops have been set up to meet vehicle needs. A watchmaker and a mechanic specializing in typewriter and sewing-machine repair have opened their shops.

The slaughterhouse is functioning; the sausage factory will be operational in 8–10 days. The large mill mentioned in the 27 November report is expected to start operations in four weeks; eight kolkhoz mills supply grain milling in the meantime.

The dairy, a small plant processing about 300 liters daily, should be ready in a week.

Approximately 22,000 hides from cattle, horses, sheep, goats, pigs, and dogs are in the hide-collecting facility. They are not tanned in Kerch; they are shipped to Simferopol or the Caucasus. They are only salted in Kerch.

Large grain warehouses were found in the city, containing about 450 tons of barley, 90 tons of wheat, 1 ton of oats, 25–30 tons of wheat bran, and 10–12 tons of cottonseed.

A boot factory will likely begin operating in 8 days, processing spoiled meat, spoiled fish, and fish-canning by-products.

A small soap-production plant is being repaired and should begin operating in 2–3 weeks.

Waterworks detachment 1 of T.B.17, under Lt. Schopp and S.F. Eng. Tannerli, is continually repairing the entire system at Kamysh-Burun.

Electric installations of the delousing station have been improved and additional light and water connections installed.

5.) General:
The delousing station is in operation. So far, about 2,300 NCOs and enlisted men have undergone delousing.

The newly established soldiers’ home, created with great care, is expected to open on 14 December 1941. To decorate the home, Führer portraits painted in oil by the Russian painter Bojko were purchased for RM 200.

Preparations for establishing a brothel have begun.

The Kerch–Feodosiya railway line is being repaired under the direction of Captain-Engineer Achat of the 46th Infantry Division. All track-maintenance material and technical operating personnel have been recorded.

District Agricultural Administration Meeting (6 December 1941):
1. Opening and greeting
2. Reports by district agricultural officers Merkel, Buittek, and Wolf
3. Lecture on animal husbandry, especially sheep breeding (Kr. L. F. Görg)
4. Report on the agricultural meeting in Simferopol (Kr. L. F. Görg)
5. Lecture on the history of the city of Kerch (Interpreter Segerov)
6. General discussion

The meeting revealed that the economic situation in Kerch is extremely critical. According to district agricultural officer Wolf, only enough food remains for 40 days. It was proposed to set the bread ration for the working population (including family members) at 200 grams per person per day.

The planting plans for spring 1942 were announced; the necessary seed would have to be brought in, otherwise the agricultural program could only be carried out to a very limited extent. Potato cultivation was strongly recommended, as two harvests per year might be possible.

Livestock numbers are low; hardly any slaughter animals are available. Cattle breeding is to be reduced to a minimum, while sheep breeding is to be promoted with all available means. Horse breeding also requires special attention.

The district agricultural leader ordered his subordinate agricultural-sector leaders to report shortly how many workers could be deployed to improve the food situation in the surrounding areas of the district.

[Signature: Neumann]
Major and Commandant

Archivial reference:

BArch RH 23/72, p. 122-125.

See also Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945 (VEJ) 7, Dokument 126.


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