Albert Plate, deputy commander of Kulmhof (Chełmno) extermination camp, confirmed the correctness of the claim by Walter Becht, Disctrict Administrator of Warthbrücken (Koło) for reimbursement of lease loss for the district gardening ground next to the Kulmhof castle. The letter was sent on August 13, 1943, using the field post number of the Feldgendarmerie-Trupp 7 of SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division Prinz Eugen.
Document
Letter from Plate to Gestapo Litzmannstadt of August 13, 1943
Letter from Plate to Gestapo Litzmannstadt of August 13, 1943
Geheime Staatspolizei Litzmannstadt, den 28. Juni 1943 Staatspolizeistelle Litzmannstadt L I –
Abschriftlich gegen Rückgabe an Herrn KOS. Plate SS-Feldpost-Nr. 47 188 G mit der Bitte um Aussprache bzw. Bescheinigung der sachlichen Richtigkeit.
Im Auftrage: [Unterschrift]
/En.
SS-Dienststelle Feldpost.Nr. 43059 O.U, den 13.8.1943.
Urschriftl
der Geheimen Staatspolizei Staatspolizeistelle Litzmannstadt z.Hd.v. Pol.Oberinsp. Lenk in Litzmannstadt zurückgesandt.
Der Pachtausfall des vom SS-Sonderkommando benutzten Kreisgärtnereigeländes in Kulmhof für die Zeit vom 1.10.1942 bis Ende März 1943 in Höhe von 50 RM (fünfzig) muß noch beglichen werden.
Die sachliche Richtigkeit wird hiermit bescheinigt.
Im Auftrage: [Unterschrift] SS-Untersturmführer
Secret State Police Litzmannstadt, June 28, 1943 State Police Office Litzmannstadt L I –
Copy to be returned to Mr. KOS. Plate SS-Field Post No. 47 188 G with a request for discussion or certification of factual accuracy.
By order: [Signature]
/En.
SS-Service Office Field Post No. 43059 O.U, August 13, 1943.
Original
of the Secret State Police State Police Office Litzmannstadt Attn: Polizeionberinspektor Lenk in Litzmannstadt
returned.
The rental shortfall of the district gardening grounds used by the SS-Sonderkommando in Kulmhof for the period from October 1, 1942, to the end of March 1943, amounting to 50 RM (fifty), still needs to be settled.
On October 4, 1941, the Government President of Litzmannstadt, Friedrich Uebelhoer, wrote to Reichsführer-SS Heinrich Himmler, addressing the planned transfer of “at least 20,000 Jews and 5,000 Gypsies” to the Litzmannstadt (Łódź) Ghetto. The letter explained the ghetto’s current capacity issues (“if the Litzmannstadt Ghetto were a pure extermination ghetto, then one could consider even greater crowding of the Jews”) and the potential risks to the surrounding German population. In the end, he declared that he “must decline responsibility for the consequences in full” if the deportations of additional Jews and the Sinti and Roma will be carried out.
An den Reichsführer-SS, Pg. Heinrich Himmler, Berlin.
Der Gauleiter und Reichsstatthalter Pg. Arthur Greiser hat mich benachrichtigt, dass Anfang Oktober in das Ghetto Litzmannstadt 20 000 Juden und 5 000 Zigeuner aus dem Altreich eingewiesen werden sollen.
Die Möglichkeit der Einweisung weiterer Juden in das Litzmannstädter Ghetto ist vor Kurzem deshalb genau untersucht worden, weil beabsichtigt war, weitere Juden aus dem Warthegau in dieses Ghetto zu verbringen. Dabei hat sich herausgestellt, dass bei der jetzigen Struktur des Ghettos sowohl aus seuchen- und sicherheitspolizeilichen, wie auch aus nahrungswirtschaftlichen und ernährungspolitischen Gründen, sowie aus Raumangel, weitere Juden in das Ghetto Litzmannstadt nicht aufgenommen werden können.
Ich muss pflichtgemäß darauf hinweisen, dass bei dem heutigen Stand der Dinge im Ghetto Litzmannstadt eine weitere Einweisung auch von Altreichsjuden und darüber hinaus von Zigeunern nicht möglich ist. Wäre das Ghetto Litzmannstadt ein reines Dezimierungsghetto, dann könnte man an eine noch größere Zusammenpferchung der Juden denken, obwohl auch dabei zu beachten ist, dass beim Ausbruch von Seuchen, die ja nicht am Zaune halt machen, eine außerordentlich starke Gefährdung der etwa 120 000 heute in Litzmannstadt lebenden Deutschen eintritt, da ja das Ghetto rings von Stadtteilen umgeben ist, in denen Deutsche wohnen. Nun ist es aber mit größten Anstrengungen gelungen, in dem Ghetto Litzmannstadt ein Arbeitsghetto zu machen, in dem die Juden heute ihren Lebensunterhalt zu 80% selbst durch Arbeit verdienen. Dabei beabsichtigt auch der durchgreifende Entwicklung der Judenkonzentration war doch so, dass die Juden in der ersten Zeit nur durch Herabgabe ihrer Hamstervorräte sich über ihren täglichen Bedarfs erhielten. Es war vorauszusehen, dass diese Art der Bestreitung des Unterhalts der Juden einmal ihr Ende nehmen musste. Deshalb wurde sofort wohlüberlegt und tatkräftig die Heranziehung der Juden zur Arbeit organisiert mit dem Ziel, dass die Juden ausschliesslich durch Arbeit den Lebensunterhalt für sich und ihren Anhang selbst verdienen sollten. Aufträge in einem gewaltigen Ausmass waren für das Gelingen dieses Planes Voraussetzung. Diese Aufträge wurden unter Überwindung grösster Schwierigkeiten fast ausschliesslich von der Wehrmacht hereingeholt. Etwa 95% der Aufträge sind heute für die Wehrmacht auszuführen. Sie stellen einen Wert von 50 – 60 Millionen Reichsmark dar. Die Einzelheiten sind aus dem beiliegenden Bericht des Oberbürgermeisters – Ghettoverwaltung – ersichtlich. Ich kann mich diesen Ausführungen nur voll und ganz anschliessen. Das Ghetto ist heute ein feiner und äusserst empfindliches Wehrwirtschaftsgebiet. Eine Störung von aussen, wie sie durch die Einweisung von weiteren 20 000 Juden und 5 000 Zigeunern unvermeidlich ist, zieht den Zusammenbruch des Wehrwirtschaftsgebietes mit heute noch unübersehbaren Folgen nach sich.
Die beabsichtigte Einweisung der Juden und namentlich Zigeuner bedingt die Schliessung sämtlicher Betriebe und damit die Zurückgabe von über 40 Waggons Rohstoffe und Halbfertigfabrikate an die Wehrmacht. Ich bezweifle, dass das Oberkommando der Wehrmacht sich mit dieser Zurücknahme einverstanden erklärt wird vielmehr schärfstens Einspruch erheben, weil es die Aufträge heute nicht anderweitig unterbringen kann. Man spricht im Reich von der Division Ghetto Litzmannstadt; denn die hier arbeitenden jüdischen Handwerker haben eine Division Handwerker im Reich für den Wehrmachtsdienst freigemacht. Selbst wenn aber, was ich nicht glaube, die Wehrmacht nicht Einspruch erhebt, dann geht der Abtransport der Waren bei der heutigen Transportlage nicht so schnell vonstatten. In der Zwischenzeit besteht die Gefahr der Brandstiftung und damit der Vernichtung unersetzlicher Warenwerte durch die Zigeuner. Diese Zigeuner mit ihrem Freiheits- und Wandertrieb, werden eine dauernde Gefahr für die Sicherheit und Ordnung des Ghettos und nach nicht zu verhindernden Ausbrüchen, in Stadt und Land sein. Dabei weise ich auf die Ausführungen des Oberbürgermeisters von Litzmannstadt auf Seite 13 seines Berichtes, besonders hin.
Mit dem Wegfall der Aufträge wird das Ghetto ein reines Ernährungs- und Dezimierungsghetto. Wenn bisher kein Pfennig Steuergeld in Form von Reichsfinanzzuweisungen für die Erhaltung der Juden erforderlich war, werden in Zukunft vom Reich im Monat RM 3 675 000, im Jahre RM 44 441 000 für die Unterhaltung der Juden zur Verfügung gestellt werden müssen.
Das Entstehen von gefährlichen Seuchen im Ghettogebiet wäre bei der beabsichtigten Belegung von etwa 71 000 Juden und Zigeunern auf einen Quadratkilometer des bebauten Raums, gegenüber einem heutigen von etwa 60 000 Juden unausbleiblich. In der Großstadt Lodsch wohnten früher im Zentrum 11500 Menschen auf einem Qkm. In der Kampfzeit sprachen wir bei der grössten Bevölkerungsdichte von 3000 Menschen auf einen Quadratkilometer in den Großstädten des Reiches, von Brutstätte des Kommunismus.
Aus allen diesen Gründen erkläre ich pflichtgemäss, dass ich die beabsichtigte Einweisung von 20 000 Juden und namentlich 5 000 Zigeunern aus dem Altreich für undurchführbar halte. Sollte sie trotzdem angeordnet bleiben und der Versuch ihrer Durchführung gemacht werden, muss ich die Verantwortung für die Folgen in vollem Umfange ablehnen.
1 Anlage.
[Unterschrift]
The Government President
Litzmannstadt, October 4, 1941
To the Reichsführer-SS, Pg. Heinrich Himmler, Berlin.
The Gauleiter and Reich Governor Pg. Arthur Greiser has informed me that at the beginning of October, 20,000 Jews and 5,000 Gypsies from the Old Reich are to be admitted to the Litzmannstadt Ghetto.
The possibility of admitting additional Jews to the Litzmannstadt Ghetto was recently investigated because it was intended to transfer more Jews from the Warthegau to this ghetto. It has been found that with the current structure of the ghetto, further Jews cannot be admitted to the Litzmannstadt Ghetto due to health and security police reasons, as well as food supply and nutritional policy reasons, and also due to lack of space.
I must dutifully point out that under the current conditions in the Litzmannstadt Ghetto, further admission of Jews from the Old Reich and additionally of Gypsies is not possible. If the Litzmannstadt Ghetto were a pure extermination ghetto, then one could consider even greater crowding of the Jews, although it should also be noted that in the event of outbreaks of epidemics, which do not stop at the fence, there is an extremely strong risk to the approximately 120,000 Germans currently living in Litzmannstadt, as the ghetto is surrounded by areas of the city inhabited by Germans. However, it has been achieved with great effort to make the Litzmannstadt Ghetto a labor ghetto, where the Jews today earn their living 80% through work. It was also intended that the thorough development of the concentration of Jews would be such that the Jews initially survived by giving up their hoarded supplies. It was foreseeable that this way of sustaining the Jews would have to come to an end. Therefore, the employment of the Jews was immediately organized with careful planning and vigor, with the goal that the Jews should earn their livelihood exclusively through work for themselves and their dependents. Orders on a massive scale were essential for the success of this plan. These orders were procured almost exclusively from the Wehrmacht, overcoming great difficulties. About 95% of the orders today are for the Wehrmacht. They represent a value of 50 to 60 million Reichsmarks. The details can be seen from the attached report of the mayor – Ghetto administration. I can only fully and completely agree with these statements. The ghetto is today a fine and extremely sensitive economic area. Any disturbance from outside, as would be unavoidable by the admission of another 20,000 Jews and 5,000 Gypsies, would lead to the collapse of the economic area with consequences that are still unforeseeable today.
The intended admission of Jews and especially Gypsies necessitates the closure of all enterprises and thus the return of over 40 wagons of raw materials and semi-finished products to the Wehrmacht. I doubt that the High Command of the Wehrmacht will agree to this withdrawal and will rather raise the strongest objections, because it cannot accommodate the orders elsewhere today. People talk in the Reich about the Litzmannstadt Ghetto division; for the Jewish craftsmen working here have freed up a division of craftsmen in the Reich for Wehrmacht service. Even if, which I do not believe, the Wehrmacht does not object, the removal of the goods cannot proceed quickly given the current transport situation. In the meantime, there is a danger of arson and thus the destruction of irreplaceable goods by the Gypsies. These Gypsies, with their drive for freedom and wandering, will pose a constant threat to the security and order of the ghetto and, after inevitable escapes, will spread unchecked in town and country. I particularly refer to the remarks of the mayor of Litzmannstadt on page 13 of his report.
With the elimination of the orders, the ghetto will become a pure sustenance and extermination ghetto. If until now no penny of tax money in the form of Reich financial allocations for the maintenance of the Jews was necessary, in the future RM 3,675,000 per month and RM 44,441,000 per year will have to be provided by the Reich for the maintenance of the Jews.
The emergence of dangerous epidemics in the ghetto area would be inevitable with the intended occupancy of about 71,000 Jews and Gypsies on one square kilometer of built-up space, compared to the current approximately 60,000 Jews. In the city of Lodz, 11,500 people used to live in the center on one square kilometer. During the struggle period, we spoke of the highest population density of 3,000 people per square kilometer in the major cities of the Reich, as breeding grounds of communism.
For all these reasons, I must dutifully declare that I consider the intended admission of 20,000 Jews and particularly 5,000 Gypsies from the Old Reich to be impracticable. Should it still be ordered and an attempt made to carry it out, I must decline responsibility for the consequences in full.
The letter dated June 24, 1943 was sent from Walter Becht, Disctrict Administrator of Warthbrücken (Koło) to the State Police Office in Litzmannstadt (Łódź). Becht reveals in this document that the SS-Sonderkommando Kulmhof took over the gardening area next to the estate with the “castle” (mansion) as early as October 1941. After the dissolution of the commando, the original tenant resumed full lease payments from April 1, 1943. The document requests reimbursement for the remaining lease loss of 50 RM for the period from October 1, 1942, to the end of March 1943.
Document
Letter from Landrat Warthbrücken to Gestapo Lodz of June 24, 1943
Letter from Landrat Warthbrücken to Gestapo Lodz of June 24, 1943
Der Landrat des Kreises Wartbrücken Wartbrücken, den 24.6.1943 Reg.Bez.Hohensalza. Az.: K. I 960/01-W
An die Staatspolizeistelle Litzmannstadt in Litzmannstadt C2
Betrifft: Beteiligung des SS-Sonderkommandos Kulmhof an der Jahrespacht der Kreisgärtnerei in Kulmhof.
Infolge Benutzung eines Teiles des Kreisgärtnereigeländes durch das SS-Sonderkommando in Kulmhof ist im dem Kreise Wartbrücken ein jährlicher Pachtausfall von 100.- RM entstanden. Dieser Pachtausfall wurde für die Zeit vom 1.10.41 – 30.9.42 mit 150.- RM erstattet. Nach der Auflösung des Kommandos hat der frühere Pächter die fraglichen Ländereien Anfang April d.Js. wieder übernommen; er zahlt ab 1.4.43 wieder den vollen Pachtpreis, sodaß vom Sonderkommando noch der Pachtausfall für die Zeit 1.10.42 bis Ende März in Höhe 50.- RM zu erstatten wäre.
Ich bitte, die Erstattung des vorstehenden Betrages von dort aus veranlassen zu wollen.
gez.: Unterschrift
Beglaubigt [Unterschrift] Kanzleiangestellte.
Copy
The District Administrator of Wartbrücken District Warthbrücken, 24.6.1943 Government District Hohensalza
Ref.: K. I 960/01-W
To the State Police Office Litzmannstadt in Litzmannstadt C2
Subject: Participation of the SS-Sonderkommando Kulmhof in the annual lease of the district gardening area in Kulmhof.
Due to the use of part of the district gardening area by the SS-Sonderkommando in Kulmhof, the Wartbrücken district has incurred an annual lease loss of 100 RM. This lease loss was compensated for the period from October 1, 1941, to September 30, 1942, with 150 RM. After the dissolution of the commando, the previous tenant resumed the concerned lands at the beginning of April this year; he has been paying the full lease price again since April 1, 1943, so the commando still needs to compensate for the lease loss from October 1, 1942, to the end of March, amounting to 50 RM.
I kindly request that you arrange for the reimbursement of the aforementioned amount.
Signed: [Signature]
Certified [Signature] Clerk.
Archivial reference:
APL/221/29678, p.115
Citations:
Alberti, Die Verfolgung und Vernichtung der Juden im Reichsgau Wartheland 1939-1944, p. 415; Klein, “Die Gettoverwaltung Litzmannstadt” 1940 bis 1944, p. 384f.;
On July 28, 1942, Albert Ganzenmüller, State Secretary in the Reich Ministry of Transport and Deputy Director General of the German Reichsbahn, wrote a letter to SS-Obergruppenführer Karl Wolff. The letter cites a report from the General Directorate of the Eastern Railways in Krakow that “since July 22 [1942], a train with 5,000 Jews has been running daily from Warsaw via Malkinia to Treblinka, and also twice a week a train with 5,000 Jews from Przemysl to Belzek [Belzec]”. The transports to Sobibor were paused due to construction on the route.
Document
Letter from Ganzenmüller to Wolff of July 28, 1942
Letter from Ganzenmüller to Wolff of July 28, 1942
Dr.-Ing Ganzenmüller Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium Stellvertretender Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn
Herrn SS-Obergruppenführer Wolf Berlin SW 11 Prinz-Albrecht-Str 8
Geheim
– Persönlicher Stab des Reichsführers SS –
Sehr geehrter Pg Wolf!
Unter Bezugnahme auf unser Ferngespräch vom 16. Juli teile ich Ihnen folgende Meldung meiner Generaldirektion der Ostbahnen (Gedob) in Krakau zu Ihrer gefälligen Unterrichtung mit:
“Seit dem 22.7. fährt täglich ein Zug mit je 5 000 Juden von Warschau über Malkinia nach Treblinka, außerdem zweimal wöchentlich ein Zug mit 5 000 Juden von Przemysl nach Belzek. Gedob steht in ständiger Fühlung mit dem Sicherheitsdienst in Krakau. Dieser ist damit einverstanden, dass die Transporte von Warschau über Lublin nach Sobibor (bei Lublin) solange ruhen, wie die Umbauarbeiten auf dieser Strecke diese Transporte unmöglich machen (ungefähr Oktober 1942).”
Die Züge wurden mit dem Befehlshaber der Sicherheitspolizei im Generalgouvernement vereinbart. SS- und Polizeiführer des Distrikts Lublin, SS-Brigadeführer Globotschnigg, ist verständigt.
Heil Hitler!
Ihr ergebener [Unterschrift]
Berlin W8, 28 July 1942
Dr.-Ing Ganzenmüller State Secretary in the Reich Ministry of Transport Deputy Director General of the German Reichsbahn
To SS-Obergruppenführer Wolf Berlin SW 11 Prinz-Albrecht-Str 8
Secret
– Personal Staff of the Reichsführer SS –
Dear Party Member Wolf,
With reference to our telephone conversation on July 16, I inform you of the following report from my General Directorate of Eastern Railways (Gedob) in Krakow for your information:
“Since July 22, a train with 5,000 Jews has been running daily from Warsaw via Malkinia to Treblinka, and also twice a week a train with 5,000 Jews from Przemysl to Belzek. Gedob is in constant contact with the security service in Krakow. They agree that transports from Warsaw via Lublin to Sobibor (near Lublin) will be suspended as long as the reconstruction work on this route makes these transports impossible (approximately October 1942).”
The trains were agreed upon with the commander of the security police in the General Government. SS and police leader of the Lublin district, SS-Brigadeführer Globotschnigg, has been informed.
In this intercepted radio communication dated 4 October 1941, Heinrich Himmler replied to Wilhelm Koppe that “the Sonderkommando is to be dispatched immediately”. This communcation refers to Koppe’s earlier messsage whether Sonderkommando Lange could be provided to clear an asylum in Veliky Novgorod as requested by the German army.
Document
Intercepted radio communication from Himmler to Koppe of 4 October 1941 (PRO HW 16/32, ZIP/GPD 405, traffic 04.10.41, item 20)
Intercepted radio communication from Himmler to Koppe of 4 October 1941 (PRO HW 16/32, ZIP/GPD 405, traffic 04.10.41, item 20)
DQH de DPJ SQM Nr. 7 1345 113 SQP 155. An Höheren SS und Pol.führer Posen, Gruppenführer GOPPE [sic!]. Das Sonderkommando ist sofort zu entsenden. Dem Ersuchen ist stattzugeben. Gez. H. Himmler.
DQH de DPJ SQM Nr. 7 1345 113 SQP 155. To the Higher SS and Police Leader Posen, Group Leader GOPPE [sic!]. The Sonderkommando is to be dispatched immediately. The request is to be granted. signed H. Himmler.
The following documents were provided on 3 March 1943 by the SS- and police leader of Lublin Odilo Globocnik to the staff of Heinrich Himmler. The report details the “delivered values from Operation Reinhard”, the Nazi campaign to exterminate the Jews in the General Gouvernement. The total value of the confiscated assets reached more than RM 100,000,000 and underscores the vast scale of economic exploitation that accompanied the atrocities of the Holocaust.
Document
Letter from Globocnik to Reichsführer-SS of March 3, 1943
Letter from Globocnik to Reichsführer-SS of March 3, 1943
Letter from Globocnik to Reichsführer-SS of March 3, 1943
Letter from Globocnik to Reichsführer-SS of March 3, 1943
Letter from Globocnik to Reichsführer-SS of March 3, 1943
Letter from Globocnik to Reichsführer-SS of March 3, 1943
Letter from Globocnik to Reichsführer-SS of March 3, 1943
Letter from Globocnik to Reichsführer-SS of March 3, 1943
Letter from Globocnik to Reichsführer-SS of March 3, 1943
Letter from Globocnik to Reichsführer-SS of March 3, 1943
Letter from Globocnik to Reichsführer-SS of March 3, 1943
Letter from Globocnik to Reichsführer-SS of March 3, 1943
Letter from Globocnik to Reichsführer-SS of March 3, 1943
Letter from Globocnik to Reichsführer-SS of March 3, 1943
An den Persönlichen Stab Reichsführer-SS z.Hd. SS-Hauptsturmführer Grothmann Berlin
Lublin, den 3. März 1943
Geheime Reichssache!
Lieber Grothmann!
Der Reichsführer-SS hat bei seinem letzten Besuch, wie Sie sich erinnern werden, einige Unterlagen von mir gefordert, die ich Ihnen in der Anlage übermittle. Diese sind:
1. Abgelieferte Werte aus der Aktion Reinhard, 2. Beförderungsvorschläge, 3. Vorschlagslisten für die Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes, 4. Feststellung über den Turm an der Straße nach Kulm (Cholm), 5. Siedlerbrief, 6. Einsatz der BDM-Führerin Ilse Wilhelm, 7. Bestellungen die sich aus der Umsiedlung ergeben, 8. Durchgeschleuste Deutschstämmige,’ 9. Germanen-Umsiedlung, 10. Zahlen über angesetzte Deutsche und Umsiedler, 11. Maßnahmen für die weitere Umsiedlung.
gez. [Unterschrift] SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei
Abgelieferte Werte aus der Aktion Reinhard
Werte aus der Aktion “Reinhard” wurden zwecks Weiterleitung an die Reichsbank, bezw. an das Reichswirtschaftsministerium, beim SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt, Berlin, abgeliefert und zwar:
a) Reichsmark-Beträge im Gesamtwerte von RM 53,013,133.51
b) Devisen in Banknoten aus allen Hauptländern der Erde (wobei besonders ½ Million Dollar bemerkenswert ist) im Gesamtwerte von ” 1,452,904.65
c) Devisen in gemünztem Gold i.Gesamtwerte ” 843,802.75
d) Edelmetalle (rund 1.800 kg Gold u. etwa 10.000 kg Silber in Barren) im Gesamtwerte von ” 5,353,943.–
e) Sonstige Werte wie Schmuckgegenstände, Uhren, Brillen usw. (wobei besonders die Zahl der Uhren mit cca 16.000 gebrauchsfähigen und etwa 51.000 reparaturbedürftigen bemerkenswert ist, die der Truppe zur Verfügung gestellt wurden) ” 26,089,800.–
f) Rund 1.000 Waggons Spinnstoffe im Gesamtwerte von ” 13,294,400.–
Zusammen: RM 100,047,983.91
An Spinnstoffen lagern noch rund 1.000 Waggons, an anderen Werten cca 50% der obenangeführten Werte, – die noch der Zählung und Bewertung unterliegen – hier. Hervorzuheben ist hierbei, daß die eingesetzten Werte auf Grund der amtlich festgesetzten Kurse bzw. Preise ermittelt wurden, die jedoch als Verkehrswerte bedeutend höher liegen, beispielsweise bei Verkauf von Edelsteinen oder Edelmetallen ins Ausland, da die Flucht in feste Werte dort größer ist als bei uns. Außerdem bringen uns die Auslandverkäufe Devisen.
Wenn hier diese Preise als Wertunterlage genommen wurden, so geschah dies aus dem Grunde, um ein Bild über die abgelieferten Werte geben zu können; im allgemeinen ist diese Berechnung nicht so maßgebend. Der Wert der Vereinnahmung liegt hauptsächlich darin, daß dadurch so große Mengen an dringend notwendigen Rohstoffen gewonnen werden konnten und daß auf Grund der erfassten Werte eine Deviseneinnahme herbeigeführt werden kann, wodurch abermals Rohstoffe durch Reichsstellen eingekauft werden können.
gez. [Unterschrift] SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei
1 detaillierte Liste liegt bei.
Wertmäßige Aufstellung der bis zum 3.2.1943 zur Ablieferung gelangten Judensachen.
1.) Kassenbestände: RM 15.931.722,01
Ablieferung -Wirtsch. Krakau ” 31.500.000,00
-W.-V. Hauptamt Berlin (R.b.) ” 5.581.411,50
RM 52.013.133,51
2.) Devisen und Noten:
Währung
Kurs
Wert in RM
USA Dollar
2,50
1.262.615,–
Pal. Pfund
9.30
9.941,70
Pengö
1,10
9.861,–
Rubel
-,-
29.407,–
Engl. Pfund
9.30
35.544,60
Canada Dollar
2.50
9.601,87
Pesetas
2.40
314,40
Kč.
-,-
78.963,–
Frs.
0.05
1.138,37
Brasil. Frs.
-,-
-.72
Südafr. Pfund
4.40
125.40
Türk. Pfund
1.10
2.225,45
Holl. Gulden
1.33
2.287,60
Schweiz. Frs
5.80
4.367,40
Lire
-,-
114,79
Lewa
0.01
1,–
Austral. Pfund
2.50
38.75
Lei
0.02
269,72
Ägyp. Pfund
4.40
19,80
Belga
0.40
1.681,20
Lats
1,-
1,–
Argent. Pesos
1,-
90,–
Paragu.
0.60
6,–
Schwed. Kr.
0.60
273,–
Norw. Kr.
0.60
99,–
Dinare
0.05
1,50
Karbowanek
-,-
155.50
Slow. Kronen
0.10
5.960,88
Litas
0.10
14,–
RM 1.452.904,65
3.) Devisen in gemünztem Gold:
Währung
Kurs
Wert in RM
USA Dollar
4.20
488,985,–
Rubel
2.15
196,428,30
Engl. Pfund
20.40
77,969,–
Öst. Kronen
-.85
26,299,–
Öst. Schilling
-,-
1,185,–
Dukaten
10,-
23,660,–
röm. Mark
1,-
12,750,–
Reichsmark
1,-
12,750,–
Zloty
-.50
540,–
Dän. Kronen
-.52
119,60
Čech. Dukaten
10,-
2,–
Port. Reis
1,-
150,–
Pesetas
1.50
37,50
Franz. Frs.
1.62
12,968,10
Südafr. Pfund
2.40
40,80
Türk. Pfund
3.50
164,50
Holl. Gulden
1.10 (f.1.10Hfl.)
535,50
Schweiz. Frs
16.50 (f.20Frs.)
404,25
Lire
-.50
605,–
Austral. Pfund
20.40
172,60
Lei
-.50
570,–
Belga
-.50
70,–
Schwed. Kr.
11.20 (f.10 Kr.)
22,40
Norw. Kr.
11.20 (f.10 Kr.)
39,20
Dinare
-.50
15,–
Cuban. Pesos
4.20
42,–
Alb. Frs.
-.50
10,–
RM 843,802,75
4.) Edelmetalle:
1.775,46 kg Gold in Barren a RM 2.784,– RM 4,942,870,– 9,639,34 kg Silber ” a ” 40,– ” 385,573,– 5,10 kg Bruchplatin a ” 5.000,– ” 25,500,–
RM 5,352,943–
5.) Sonstige Werte:
Beschreibung
Anzahl
Wert pro Stück (RM)
Gesamtwert (RM)
5 St. Drehbleistifte gold
5
30,–
150,–
17 Füllhalter
17
70,–
1.190,–
7 Damenplatinuhr
7
300,–
2.100,–
2894 Herrentaschenuhren gold
2894
500,–
1.427.000,–
578 Herrenarmbanduhren
578
300,–
173.400,–
7313 Damenarmbanduhren
7313
250,–
1.828.250,–
19 Platingehäuse m.Brill. u.a.
19
1000,–
19.000,–
280 Armbänder m. Brillant u. Diamanten
280
3500,–
980.000,–
6215 Herrenarmbanduhren
6215
10,–
62.450,–
13455 Herrentaschenuhren
13455
20,–
269.100,–
1 Herrentaschenuhr gold m.Brill.
1
600,–
600,–
179 Damengolduhren m.brill.u.Diamanten
179
600,–
107.400,–
7 Damenuhren gold
7
150,–
1.050,–
4 Damenhängeuhren m. Perlen
4
200,–
800,–
394 Damenhängeuhren m.Brill.
394
600,–
236.400,–
228 Damenplatinbrillantuhr
228
1200,–
273.600,–
293 Damenhängeuhren gold
293
250,–
73.250,–
22324 Brillen
22324
3,–
66.972,–
3 Paar Manschettenknöpfe m.Brill.
3 Paar
150,–
450,–
11675 St. Ringe aus Gold m.Brill.u.Diam.
11675
1500,–
11.675.000,–
7200 Damenarmbanduhren
7200
10,–
72.000,–
40 Goldbroschen
40
350,–
14.000,–
1399 Paar Ohrringe aus gold m.Brill.
1399
250,–
349.750,–
169 St. Anstecknadeln m.Brill.u.Diam.
169
100,–
16.900,–
1974 Broschen aus Gold
1974
200,–
3.948.000,–
27 Armreifen
27
250,–
6.750,–
49 kg Perlen
49 kg
80.000,–
4.000.000,–
7000 St. Füllhalfte
7000
10,–
70.000,–
130 einzelne große Brillanten
130
1000,–
130.000,–
2 Halsketten m. Brill.u.Diamanten
2
1500,–
3.000,–
4 goldenes Zigarettenetui
4
400,–
1.600,–
3 Perlmutterkästchen
3
20,–
60,–
4 Puderdosen in Gold
4
50,–
200,–
2 Operngläser aus Perlmutter
2
50,–
100,–
1,44 kg Korallen
1,44 kg
150,–
216,–
51370 St. Reparaturuhren
51370
5,–
256.850,–
1000 Drehbleistifte
1000
10,–
10.000,–
350 Rasierapparate
350
2,50
875,–
1 Taschenmesser
1
800,–
800,–
3240 Geldbörsen
3240
1,50
4.860,–
Beschreibung
Anzahl
Wert pro Stück (RM)
Gesamtwert (RM)
1315 St. Brieftaschen
1315
2.50
3,287.50
1500 Scheren
1500
-.50
750,–
230 Taschenlampen
230
-.50
115,–
2554 Reparaturwecker
2554
3,–
7,662,–
160 Wecker gangbar
160
3,–
480,–
477 Sonnenbrillen
477
-.50
238,50
41 silberne Zigarettendosen
41
30,–
1,230,–
230 Fieberthermometer
230
3,–
690,–
RM 26,089,800.–
6.) Spinnstoffe:
Beschreibung
Anzahl
Wert pro Stück (RM)
Gesamtwert (RM)
462 Waggon Lumpen
462
700,–
323,400,–
251 Bettfedern
251
10,000,–
2,510,000,–
317 Bekleidung u. Wäsche
317
33,000,–
10,461,000,–
RM 13,294,400.–
Zusammenstellung
Beschreibung
Gesamtwert (RM)
1. Abgeliefertes Bargeld u. Barbetrag
RM 53,013,133.51
2. Devisen in Noten
RM 1,452,904.65
3. Devisen in gemünztem Gold
RM 843,802.75
4. Edelmetalle
RM 5,353,943.–
5. Sonstiges
RM 26,089,800.–
6. Spinnstoffe
RM 13,294,400.–
RM 100,047,983.91
Lublin, den 27. Februar 1943
[Unterschrift] SS-Sturmbannführer
The SS and Police Leader in the Lublin District
G1/T Tgb.No 16/43/gRs
To the Personal Staff of the Reichsführer-SS Attn. SS-Hauptsturmführer Grothmann Berlin
Lublin, March 3, 1943
Secret Reich Matter!
Dear Grothmann!
During his last visit, as you will recall, the Reichsführer-SS requested some documents from me, which I am forwarding to you in the attachment. These are:
1. Delivered values from Operation Reinhard, 2. Promotion proposals, 3. Proposal lists for the award of the War Merit Cross, 4. Determination regarding the tower on the road to Kulm (Chełm), 5. Settler letter, 6. Deployment of BDM leader Ilse Wilhelm, 7. Orders arising from the resettlement, 8. Screened ethnic Germans, 9. Germanic resettlement, 10. Numbers of appointed Germans and resettlers, 11. Measures for further resettlement.
Signed [Signature] SS-Gruppenführer and Lieutenant General of the Police
Delivered Values from Operation Reinhard
Values from Operation “Reinhard” were delivered for forwarding to the Reichsbank, or to the Reich Ministry of Economics, at the SS Economic and Administrative Main Office, Berlin, namely:
a) Reichsmark amounts totaling RM 53,013,133.51
b) Foreign currency in banknotes from all major countries of the world (with particularly noteworthy ½ million dollars) totaling ” 1,452,904.65
c) Foreign currency in minted gold totaling ” 843,802.75
d) Precious metals (approximately 1,800 kg of gold and about 10,000 kg of silver in bars) totaling ” 5,353,943.–
e) Other valuables such as jewelry, watches, glasses, etc. (particularly noteworthy are the number of watches with approximately 16,000 usable and about 51,000 needing repair that were made available to the troops) ” 26,089,800.–
f) Around 1,000 wagons of textiles totaling ” 13,294,400.–
Total: RM 100,047,983.91
Additionally, around 1,000 wagons of textiles and other values worth approximately 50% of the above-mentioned values are still in storage – which are still subject to counting and valuation – here. It should be noted here that the values used were determined based on officially set exchange rates or prices, which, however, are significantly higher in terms of market values, for example, in the sale of gemstones or precious metals abroad, since the flight to tangible assets is greater there than here. Additionally, foreign sales bring us foreign currency.
If these prices were used as the basis for valuation here, it was done to provide an overview of the delivered values; in general, this calculation is not so significant. The value of the collection mainly lies in the fact that it enabled the acquisition of large quantities of urgently needed raw materials and that, based on the captured values, foreign exchange earnings can be generated, allowing raw materials to be purchased again through Reich offices.
Signed [Signature] SS-Gruppenführer and Lieutenant General of the Police 1 detailed list is enclosed.
Valuation of Jewish property handed over up to February 3, 1943.
1.) Cash reserves: RM 15,931,722.01 Delivery – Economic office Krakau ” 31,500,000.00 -W.-V. Main Office Berlin (R.b.) ” 5,581,411.50
RM 52,013,133.51
2.) Foreign currencies and notes:
Currency
Exchange Rate
Value in RM
USA Dollar
2.50
1,262,615.00
Pal. Pound
9.30
9,941.70
Pengö
1.10
9,861.00
Ruble
-,-
29,407.00
Engl. Pound
9.30
35,544.60
Canada Dollar
2.50
9,601.87
Pesetas
2.40
314.40
Kč.
-,-
78,963.00
Frs.
0.05
1,138.37
Brasil. Frs.
-,-
-.72
Südafr. Pound
4.40
125.40
Turk. Pound
1.10
2,225.45
Holl. Gulden
1.33
2,287.60
Schweiz. Frs
5.80
4,367.40
Lire
-,-
114.79
Lewa
0.01
1.00
Austral. Pound
2.50
38.75
Lei
0.02
269.72
Ägyp. Pound
4.40
19.80
Belga
0.40
1,681.20
Lats
1,-
1.00
Argent. Pesos
1,-
90.00
Paragu.
0.60
6.00
Schwed. Kr.
0.60
273.00
Norw. Kr.
0.60
99.00
Dinare
0.05
1.50
Karbowanek
-,-
155.50
Slow. Kronen
0.10
5,960.88
Litas
0.10
14.00
RM 1,452,904.65
3.) Foreign currencies in minted gold:
Currency
Exchange Rate
Value in RM
USA Dollar
4.20
488,985.00
Ruble
2.15
196,428.30
Engl. Pound
20.40
77,969.00
Öst. Kronen
-.85
26,299.00
Öst. Schilling
-,-
1,185.00
Ducats
10.00
23,660.00
Roman Mark
1.00
12,750.00
Reichsmark
1.00
12,750.00
Zloty
-.50
540.00
Dän. Kronen
-.52
119.60
Čech. Dukats
10.00
2.00
Port. Reis
1.00
150.00
Pesetas
1.50
37.50
French Francs
1.62
12,968.10
South African Pound
2.40
40.80
Turkish Pound
3.50
164.50
Dutch Gulden
1.10 (f.1.10Hfl.)
535.50
Swiss Francs
16.50 (f.20Frs.)
404.25
Lire
-.50
605.00
Austral. Pound
20.40
172.60
Lei
-.50
570.00
Belga
-.50
70.00
Swedish Kr.
11.20 (f.10 Kr.)
22.40
Norwegian Kr.
11.20 (f.10 Kr.)
39.20
Dinars
-.50
15.00
Cuban Pesos
4.20
42.00
Albanian Frs.
-.50
10.00
RM 843,802.75
4.) Precious metals: 1,775.46 kg gold in bars a RM 2,784.– RM 4,942,870.– 9,639.34 kg silver ” a ” 40.– ” 385,573.– 5.10 kg broken platinum a ” 5,000.– ” 25,500.–
In this radio communication dated 3 October 1941, intercepted by British intelligence, the Higher SS and Police Leader Posen, Wilhelm Koppe, asked for Himmler’s decision to “dispatch Sonderkommando Lange with appropriate aparatus to clear three asylums near Novgorod” in occupied Northwest Russia. This request followed an initiative by Hans Hefelmann from the Chancellery of the Führer. The Army High Command offered to provide logistical support by sending “a Ju 52 to Posen on the morning of October 5th so that Krimiminal-Kommissar Lange with approximately 5 employees can promptly begin his work”.
Document
Intercepted radio signal from Konrad to Werner Grothmann of 3 October 1941 (PRO HW 16/32, ZIP/GPD 402, Traffic 3.10.41, item 22)
Intercepted radio signal from Konrad to Werner Grothmann of 3 October 1941 (PRO HW 16/32, ZIP/GPD 402, Traffic 3.10.41, item 22)
An Hauptsturmführer GROTHMANN. Auf Befehl Sturmbannführer BRANDT gebe ich folgendes Fs. zur Entscheidung Rf SS durch KONRAD, Scharführer. “SSD Posen B d O Nr 36. Geheim. An Rf SS, Sonderzug Heinrich; soeben rief mit [richtig: mich] dem Oberarzt FREYBERG vom Oberkdo des Heeres auf Veranlassung von Ltnt. HEFELMANN Kanzlei des Führers an, und bat darum zur Ausräumung von 3 Ihren Anstalten bei NOWGOROD an Ilmen-See ein Sonderkdo LANGE mit entsprechender Reparatur [richtig: Aparatur] nach dort zu entsenden. Oberarzt FREYBERG erklärte sich bereit am 5. Oktober vormittags ein JU 52 nach Posen zu schicken, damit Krim.kommissar Lange mit etwa 5 Mitarbeitern seine Tätigkeit umgehend aufnimmt. Oberarzt FREYBERG wies auf die dringende Notwendigkeit des sofortigen Eintreffens hin, da die Insassen schwer Ruhrkrank sind und die Truppe die Anstalten als Quartiere dringend benötigt. Ich bitte um Entscheidung des RF SS, ob nach Lage der Dinge eine Entsendung des Sonderkommandos Lange nach NOWGOROD in Frage kommt. Fuer umgehende Mitteilung wäre ich dankbar, da gegebenenfalls noch einige Vorbereitungen für diese Aktion erforderlich sind. Höherer SS und Pol.führer. gezeichnet KOPPE, SS Gruppenführer.
To Hauptsturmführer GROTHMANN. On the order of Sturmbannführer BRANDT, I am submitting the following report for decision to the Reichsführer-SS KONRAD, Scharführer.
“SSD Posen B d O No. 36. Secret. To Reichsführer-SS, Special Train Heinrich; Just now, Oberarzt FREYBERG from the Oberkommando des Heeres, at the instigation of Ltnt. HEFELMANN, Chancellery of the Führer, called me and requested the dispatch of a Sonderkommando LANGE with appropriate repairs [means: equipment] to clear 3 of their asylums near NOWGOROD on Lake Ilmen. Oberarzt FREYBERG agreed to send a Ju 52 to Posen on the morning of October 5th so that Krimiminal-Kommissar Lange with approximately 5 employees can promptly begin his work. Oberarzt FREYBERG emphasized the urgent need for immediate arrival, as the inmates are severely afflicted with dysentery, and the troops urgently require the establishments as quarters. I request a decision from the Reichsführer-SS as to whether, given the circumstances, dispatching the Sonderkommando Lange to NOWGOROD is feasible. I would be grateful for prompt notification, as some preparations may still be necessary for this operation. Higher SS and Police Leader, signed KOPPE, SS Gruppenführer.”
On 23 June, 1942, SS-Oberführer Viktor Brack from Hitler’s Chancellery wrote to Heinrich Himmler on the matter of mass sterilisation of Jews considered fit for work by the Nazis and implies that the Jews not fit for forced labour will perish. He connects the latter activities to the “special task” of SS-Brigadeführer Odilo Globocnik, to whom he had provided “some of my men” (i.e. staff from the Nazi Euthansasia program). Brack notes that “Globocnik expressed the view that the entire Jewish action should be carried out as quickly as possible” and recalls Himmler’s statement that “we must work as quickly as possible for reasons of camouflage”. Globocnik carried out the mass murder of Jews mentioned in this letter through Operation Reinhard (Aktion Reinhard / Reinhardt) in the extermination camps in the General Gouvernement: Belzec, Sobibor, Treblinka. (further reading: Belzec, Sobibor, Treblinka Holocaust Denial and Operation Reinhard)
An den Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei Heinrich Himmler Berlin SW 11 Prinz Albrecht Str. 8
Sehr geehrter Reichsführer!
Ich habe dem Brigadeführer Globocnik auf Anweisung von Reichsleiter Bouhler für die Durchführung seiner Sonderaufgabe schon vor längerer Zeit einen Teil meiner Männer zur Verfügung gestellt. Aufgrund einer erneuten Bitte von ihm habe ich nunmehr weiteres Personal abgestellt. Bei dieser Gelegenheit vertrat Brigadeführer Globocnik die Auffassung, die ganze Judenaktion so schnell wie irgend möglich durchzuführen, damit man nicht eines Tages mitten drin steckenbliebe, wenn irgendwelche Schwierigkeiten ein Abstoppen der Aktion notwendig machen. Sie selbst, Reichsführer, haben mir gegenüber seinerzeit schon die Meinung geäußert, daß man schon aus Gründen der Tarnung so schnell wie möglich arbeiten müsse. Beide Auffassungen, die ja im Prinzip das gleiche Ergebnis zeitigen, sind nach meinen eigenen Erfahrungen mehr als berechtigt; trotzdem möchte ich Sie bitten, in diesem Zusammenhang folgende Überlegung von mir vortragen zu dürfen:
Bei ca. 10 Millionen europäischen Juden sind nach meinem Gefühl mindestens 2-3 Millionen sehr gut arbeitsfähiger Männer und Frauen enthalten. Ich stehe in Anbetracht der außerordentlichen Schwierigkeiten, die uns die Arbeiterfrage bereitet, auf dem Standpunkt, diese 2-3 Millionen auf jeden Fall herauszuziehen und zu erhalten. Allerdings geht das nur, wenn man sie gleichzeitig fortpflanzungsunfähig macht. Ich habe Ihnen vor ca. 1 Jahr bereits berichtet, daß Beauftragte von mir die notwendigen Versuche für diesen Zweck abschließend bearbeitet haben. Ich möchte diese Tatsachen nochmals in Erinnerung bringen. Eine Sterilisation, wie sie normalerweise bei Erbkranken durchgeführt wird, kommt in diesem Fall nicht in Frage, da sie zu zeitraubend und kostspielig ist. Eine Röntgenkastration jedoch ist nicht nur relativ billig, sondern lässt sich bei vielen Tausenden in kürzester Zeit durchführen. Ich glaube, daß es auch im Augenblick schon unerheblich geworden ist, ob die Betroffenen dann nach einigen Wochen bzw. Monaten an den Auswirkungen merken, daß sie kastriert sind.
Sollten Sie, Reichsführer, sich im Interesse der Erhaltung von Arbeitermaterial dazu entschließen, diesen Weg zu wählen, so ist Reichsleiter Bouhler bereit, die für die Durchführung dieser Arbeit notwendigen Ärzte und sonstiges Personal Ihnen zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls bin ich beauftragt, Ihnen zu sagen, daß ich dann auf schnellstem Wege diese so notwendigen Apparaturen in Auftrag geben soll.
Heil Hitler!
Ihr Viktor Brack
VIKTOR BRACK SS-OBERFÜHRER
Secret State Affair
BERLIN, June 23, 1942 W 8, Voßstr. 4
To the Reichsführer-SS and Chief of German Police Heinrich Himmler Berlin SW 11 Prinz Albrecht Str. 8
Dear Reichsführer!
I have already assigned some of my men to Brigadeführer Globocnik on instructions from Reichsleiter Bouhler for carrying out his special task some time ago. Following another request from him, I have now assigned more personnel. On this occasion, Brigadeführer Globocnik expressed the view that the entire Jewish action should be carried out as quickly as possible so that we do not get stuck in the middle one day if any difficulties necessitate stopping the action. You yourself, Reichsführer, have already expressed to me at the time that we must work as quickly as possible for reasons of camouflage. Both views, which essentially lead to the same result, are more than justified according to my own experiences; nevertheless, I would like to present the following consideration to you:
Of the approximately 10 million European Jews, I feel that at least 2-3 million are very good, capable working men and women. In view of the extraordinary difficulties that the labor question presents to us, I stand by the point that we must pull out and retain these 2-3 million at all costs. However, this is only possible if we simultaneously make them incapable of reproduction. About a year ago, I already reported to you that representatives of mine have completed the necessary experiments for this purpose. I would like to bring these facts to your attention once again. Sterilization, as is normally carried out on the hereditarily ill, is not an option in this case because it is too time-consuming and expensive. However, an X-ray castration is not only relatively cheap but can also be carried out on many thousands in a very short time. I believe that it has already become irrelevant at the moment whether the affected individuals realize the effects after a few weeks or months that they have been castrated.
Should you, Reichsführer, decide in the interest of preserving labor material to choose this method, Reichsleiter Bouhler is ready to provide you with the necessary doctors and other personnel for carrying out this work. I am also instructed to inform you that I will then place the order for these so necessary devices as quickly as possible.
On 16 August, 1941, the British intelligence intercepted a radio message from the Higher SS and Police Leader Center, Erich von dem Bach-Zelewski, to the Higher SS and Police Leader Posen, Wilhelm Koppe. In this communication, von dem Bach-Zelewski requested Koppe to “order the immediate deployment of Hauptsturmführer Lange, etc., to Baranowicze. On August 15, 1941, the day before, Himmler attended a demonstration shooting in Minsk and visited the Novinki asylum near Minsk.1 According to von dem Bach-Zelewski, Himmler ordered the facility to be cleared using a more humane method than shooting.2
DQH de SQF Nr. 17 1035 104 SQP 6900. Höherer SS und Pol.führer POSEN. Bitte um sofortige Inmarschsetzung von Hauptsturmführer LANGE, usw., nach BARANOWICZE. Höherer SS und Pol.führer MITTE.
DQH de SQF Nr. 17 1035 104 SQP 6900. Higher SS and Police Leader Posen. Please order the immediate deployment of Hauptsturmführer LANGE, etc., to BARANOWICZE. Higher SS and Police Leader Center.
Two days after Bach-Zelewski requested Sonderkommando Lange to come to Baranowicze, on August 18, 1941, the British intelligence intercepted another radio message from the Higher SS and Police Leader Center, Erich von dem Bach-Zelewski, to the Higher SS and Police Leader Posen, Wilhelm Koppe. Von dem Bach-Zelewksi acknowledged that Sonderkommando is not available at the moment, but stressed again “that Lange be made temporarily available to me upon becoming available” as he would like “to have the procedure demonstrated to me personally” by him.
Document
Intercepted radio signal from Erich von dem Bach-Zelewski to Wilhelm Koppe of 18 August 1941 on clearing the asylum Novinki near Minsk (PRO HW 16/32, ZIP/GPD 326, traffic 18.8.41, item 5)
Intercepted radio signal from Erich von dem Bach-Zelewski to Wilhelm Koppe of 18 August 1941 on clearing the asylum Novinki near Minsk (PRO HW 16/32, ZIP/GPD 326, traffic 18.8.41, item 5)
5. DHQ de SQF Nr 2 0930 150 SQP 155. Höherer SS und Pol.führer POSEN. Ich bitte LANGE nach Freiwerden mir vorübergehend zur Verfügung zu stellen. Ich möchte mir das Verfahren von L persönlich vorführen lassen. Höherer SS und Pol.führer Mitte.
5. DHQ de SQF Nr 2 0930 150 SQP 155. Higher SS and Police Leader Posen. I request that LANGE be made temporarily available to me upon becoming available. I would like to have the procedure demonstrated to me personally by L. Higher SS and Police Leader Center.