1943-04-28 / The Korherr Report: Nazi Statistics on the “Final Solution” Through Early 1943

Introduction

This post reproduces the so-called Korherr Report, a statistical report on the “Final Solution of the European Jewish Question” up to 1943 and its accompanying cover letter from April 1943. Authored by SS statistician Richard Korherr for Heinrich Himmler, the report presents – through a veneer of euphemism and bureaucratic precision – the numerical decline of European Jewry via excess of deaths over births, emigration, deportation and so-called “evacuations” and “special treatement”.

The report concludes that “European Jewry since 1933 … likely lost nearly half of its population”. A substantial portion of this loss is attributed to 1,274,166 Jews “processed through camps in the General Government” (i.e. Belzec, Treblinka, Sobibor – see also the Höfle telegram), 145,301 Jews “processed through camps in the Warthegau” (see also Sonderkommando Kulmhof) and 633,300 Jews “evacuated in the Russian territories” (see also the Einsatzgruppen).

For an illustration of the statistics in the Korherr Report, see Seriously Now, Where Did The Jews “Evacuated to The East” Go? . For a broader overview of Holocaust statistics, see The Number of Jews in Europe on the Eve of the Holocaust.

Document

DER REICHSFÜHRER SS GEHEIME REICHSSACHE
Der Inspekteur für Statistik Berlin W 35, den 28.4.1943
Tgb.Nr. 51/43 g.Rs. – H.

Betr.: Abänderung des Berichtes über “Die Endlösung der europäischen Judenfrage”
Bezug: Dort. Schreiben v. 10.4.43 Tgb.Nr. — -V.

2 Ausfertigungen
1. Ausfertigung

An den
Persönlichen Stab RF-SS
z. Hd. SS-H’stuf. Meine
Berlin SW 11
Prinz-Albrecht-Straße 8

Liebe Pg. Meine!

Beiliegend gebe ich den mir mit obigem Schreiben übersandten Bericht nach erfolgter Abänderung zurück.

Heil Hitler!
[Unterschrift]

1 Anlage

Der Inspekteur für Statistik beim Reichsführer SS

GEHEIME REICHSSACHE

DIE ENDLÖSUNG DER EUROPÄISCHEN JUDENFRAGE

Statistischer Bericht

Inhalt:
I. Vorbemerkung
II. Die Judenbilanz in Deutschland
III. Jüdische Volksschwäche
IV. Die Auswanderung der Juden aus Deutschland
V. Die Evakuierung der Juden
VI. Die Juden in den Ghettos
VII. Die Juden in den Konzentrationslagern
VIII. Juden in Justizvollzugsanstalten
IX. Der Arbeitseinsatz der Juden
X. Europäische Judenbilanz

DIE ENDLÖSUNG DER EUROPÄISCHEN JUDENFRAGE

Statistischer Bericht

I. VORBEMERKUNG

Zur Aufstellung einer Bilanz über die Ergebnisse auf dem Wege zur Lösung der Judenfrage bedarf es der zahlenmäßigen Erfassung des Judentums und seiner Entwicklung. Die Widersprüche in den Zahlenangaben über das Judentum machen jedoch eine Vorbemerkung dahingehend nötig, daß Zahlen über das Judentum stets mit besonderem Vorbehalt aufzunehmen sind und ohne Kenntnis ihrer Quelle und Entstehung oft zu Fehlschlüssen führen. Die Fehlerquellen liegen vor allem im Wesen des Judentums und seiner historischen Entwicklung, in seiner tausendjährigen ruhelosen Wanderschaft, den zahllosen Aufnahmen und Austritten, den Angleichungsbestrebungen, der Vermischung mit den Wirtsvölkern, in dem Bemühen des Juden, sich unbemerkt der Erfassung zu entziehen, und schließlich in falschen oder falsch ausgelegten Statistiken über das Judentum.

Darüber hinaus hat die Statistik -teils als statistischen Notbehelf, teils wegen der weitgehenden Übereinstimmung zwischen jüdischem Glauben und jüdischer Rasse, teils in Unkenntnis des Rassegedankens, teils im religiösen Denken der jeweiligen Zeit befangen- bis zuletzt die Juden fast nie nach ihrer Rasse, sondern nach ihrem religiösen Bekenntnis erfaßt. Die Erfassung der Rasse setzt eine vieljährige Schulung und auch Ahnenforschung voraus. Auch gestaltete sie sich schwierig, vor allem in südlichen und östlichen Ländern, weil trotz aller Übereinstimmung eine einheitliche jüdische Rasse sich statistisch schwer abgrenzen ließ. Das Bekenntnis zum mosaischen oder israelitischen Glauben ist wieder kein vollgültiges Beweismittel, weil es infolge der einstigen jüdischen Missionsbewegung mit ihrer Aufnahme von Massen von Heiden und Christen, auch durch die Übertritte zum Judentum in neuer Zeit durch Mischehen und “Bekehrung” nicht wenige Glaubensjuden nichtjüdischer Rasse gibt, während umgekehrt das Zwangschristentum und die im letzten Jahrhundert wieder stark angestiegene Zahl der getauften Juden und daneben der Gemeinschaftslosen mit jüdischer Rasse die Judenzahl drückten. So schätzte Leroy-Beaulieu 1893 den Verlust des Judentums durch das Christentum auf das Vier- bis Zehnfache seiner heutigen Anhänger, nach Maurice Fishberg und Mathias Mieses ist das Dreifache der heutigen Judenzahl im arischen Europa aufgegangen. Sogar Hans Günther schätzt die Zahl der Juden in Deutschland auf das Doppelte der Zahl der Juden mosaischen Glaubens, die deutsche Staatsangehörige sind. Schließlich geht der litauische Jude Brutzkus so weit, die Berliner Juden nach ihrer Blutzusammensetzung als reinere Europäer zu bezeichnen als die Deutschen in Berlin.

Entsprechend diesen Meinungen hat man die Anteile der Rassejuden samt Mischlingen in Europa vielfach dreimal so hoch als die der Glaubensjuden angenommen (in Osteuropa zweimal, in Mitteleuropa viermal, im übrigen Europa gar achtmal so hoch) und mit etwa 6 vH mehr oder weniger jüdischem Blut in der europäischen Bevölkerung gerechnet. Demgegenüber führte Burgdörfer die Judenzahlen für das Deutschland von 1933 auf 850 000 Voll-, Halb- und Vierteljuden (bei 502 799 Glaubensjuden) in seinen Schätzungen zurück, für Österreich von 1934 auf 300-400 00 (bei 191 738 Glaubensjuden). Die Erhebung der Rassejuden bei der deutschen Volkszählung von 1939 hat bei 307 892 Glaubensjuden nur die etwas höhere Zahl von 330 892 Volljuden, 72 738 Halbjuden und 42 811 Vierteljuden ergeben, die vor allem bezüglich der Halb- und Vierteljuden keinesfalls als zuverlässig angesehen werden kann. Die gewonnenen Zahlen lassen sich nur als Mindestzahlen werten. Sie kamen durch die in einer “Ergänzungskarte” zur Haushaltungsliste der Volkszählung 1939 enthaltene Frage “War oder ist einer der 4 Großelternteile Volljude?” zustande, die für jeden Großelternteil mit “ja” oder mit “nein” zu beantworten war. Da diese Ergänzungskarte in verschlossenem Umschlag abzugeben und darum der Kontrolle am Ort entzogen war, wurde sie schlecht ausgefüllt. Vielfach wurden statt einer Antwort nur Striche in die entsprechenden Fächer gemacht.

Der erste amtliche Versuch, die Juden nach ihrer Rasse zu erfassen, wurde von den Juden sofort sabotiert. Er geschah bei der österreichischen Volkszählung vom 7. März 1923. Vizekanzler Dr. Frank (Großdeutsche Volkspartei) unterzeichnet kurz vor der Zählung eine Verordnung, wonach zur Frage 7 des Zählblattes (Sprache) “auch die Volkszugehörigkeit und Rasse anzugeben” waren. Da die Zählblätter bereits gedruckt waren, wurde darauf nur in einem roten Merkzettel ohne Erläuterung, Anleitung und Musterbeispiele hingewiesen. Die österreichischen Juden sabotierten diese Frage dadurch, dass die jüdisch-marxistische Presse unmittelbar vor dem Zählungstag ihre Leser aufforderte, die Frage nach der Rasse mit “weiß” zu beantworten. Das Ergebnis war, daß daraufhin die “weiße Rasse in Österreich etwa so weit verbreitet war, wie die Einflußsphäre der jüdisch-marxistischen Presse und Parteien reichte”. Nur in Kärnten und im Burgenland wurde die Aufbereitung des Materials mit recht zweifelhaftem Erfolg durchgeführt, in den anderen Bundesländern und vor allem in Wien aber als zwecklos eingestellt.

II. DIE JUDENBILANZ IN DEUTSCHLAND

Die folgenden Angaben über die Zahl und Entwicklung der Juden in Deutschland fußen auf den amtlichen Zahlen der Volkszählungen und sonstigen Erhebungen des Reiches und auf den Berechnungen und Schätzungen der Wissenschaft, sind aber in der Hauptsache von der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland und von den Kultusgemeinden in Wien und Prag erstellt, die mit Zählungen, Zählkarten für die Bevölkerungsbewegung, Fortschreibung und daneben mit Berechnungen und Schätzungen arbeiten. Diese jüdischen Dienststellen arbeiten unter der Kontrolle des Reichssicherheitshauptamtes und für dessen Zwecke. Vom fraglichen Anfangsbestand der Juden abgesehen scheint die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland zuverlässig zu arbeiten. Aufgrund der an dieser Stelle gefertigten und vom Reichssicherheitshauptamt bislang überprüften Statistiken kann folgende Bilanz über die Entwicklung des Judentums in Deutschland von der Machtergreifung (30.1.1933) im Altreich, März 1938 in Österreich, März 1939 im Protektorat Böhmen-Mähren) bis zum 1.1.1943 gezogen werden:

1. Judenbilanz des Altreichs mit Sudetengau und Danzig

Zahl der Juden im Altreich (ohne Sudetengau und Danzig) am 30.1.1933rund 561 000
Abgang vom 30.1.33 bis 1.1.43 durch Sterbeüberschuß (im Altreich) – 1 193
Auswanderungsüberschuß-352 534
Abwanderung (Evakuierung)-100 516
-514 243
Zugang vom 30.1.33 bis 1.1.43 durch Eingliederung des Sudetenlandes+2 649 x)
sonstige Veränderungen (Danzig, Zuzug, Wegzug, genehmigte Austritte, Anerkennung als Mischling I. Grades, Neuerfassung, Karteibereinigung)+1 921
+4 570
Zahl der Juden im Altreich (mit Sudetengau und Danzig) am 1.1.194351 327

x) Diese Zahl von 2 649 Juden im Sudetenland wurde bei der Volkszählung 1939 festgestellt. Vor Eingliederung des Sudetenlands ins Reich betrug die Judenzahl rund 30.000, die aber sehr rasch ohne Überschreitung einer Staatsgrenze und ohne Vermögensverluste ins Protektorat abströmten.

2. Judenbilanz der Ostmark

Zahl der Juden in der Ostmark am 1.3.1938rund 220 000
Abgang vom 1.3.38 bis 1.1.43 durch Sterbeüberschuß-14 509
Auswanderungsüberschuß-149 124
Abwanderung (Evakuierung)-47 555
sonst. Veränderungen-710
-211 898
Zahl der Juden in der Ostmark am 1.1.19438 102

3. Judenbilanz des Protektorats Böhmen-Mähren

Zahl der Juden im Protektorat am 15.3.1943118 310
Abgang vom 15.3.39 bis 1.1.43 durch Sterbeüberschuß-7 074
Auswanderungsüberschuß-26 009
Abwanderung (Evakuierung)-69 677
-102 760
Zahl der Juden im Protektorat am 1.1.194315 550

In der Bilanz sind die neuerworbenen Ostgebiete (mit Ausnahme von Danzig) nicht enthalten. Ihre Bilanz kann noch nicht erstellt werden. Doch gibt es über die Juden in diesen Gebieten zur Zeit der Übernahme ins Reich verschiedene Schätzungen, die auf eine Zahl von etwa 630 000 hinführen dürften. Dazu kommen etwa 160 000 Juden im Bezirk Bialystok und rund 1,3 Millionen Juden im Generalgouvernement zur Zeit seiner Errichtung.x) Das würde zusammen im gesamtdeutschen Raum (ohne die besetzten Ostgebiete) Ende 1939 eine Gesamtzahl der Juden von etwa 2,5 Millionen ergeben x), deren weitaus größter Teil auf den neuen Osten entfällt.

x) Ohne Distrikt Lemberg mit rund 700 000 Juden.

Am 1.1.1943 zählt das Reich ohne die neuen Ostgebiete, ohne das Altersghetto Theresienstadt und ohne den Arbeitseinsatz im Rahmen der Organisation Schmelt nur mehr 74 979 Juden, davon 51 327 im Altreich, 8 102 in der Ostmark und 15 550 im Protektorat. Im Altreich mit Sudetenland sind nur mehr 9,2 vH der Zahl der Juden vom Tag der Machtübernahme vorhanden. Am 30.1.1943 beträgt ihre Zahl nur mehr 48 242 oder 8,6 vH, am 25.2.1943 gar nur mehr 44 589 oder 7,9 vH. Berlin, wo schon 1880 ein Achtel, 1910 über ein Viertel, 1933 fast ein Drittel der Juden Deutschlands wohnten, zählt am 1.1.1943 nicht weniger als 32 999 oder 64,3 vH der gesamten Juden des Altreichs, am 30.1.1943 noch 30 121, am 28.2.1943 noch 27 281. In der Ostmark weist nur mehr Wien überhaupt noch Juden auf.

Von den 51 327 Juden des Altreichs sind 23 197 Männer und 28 130 Frauen. 40 351 sind Glaubensjuden, 10 976 sind Nichtglaubensjuden. 16 760 leben in Mischehe, in der Ostmark 4 803 (von 8 102), im Protektorat 6 211 (von 15 550).

III. JÜDISCHE VOLKSSCHWÄCHE

Die Judenbilanz in Deutschland weist einen außerordentlichen Sterbeüberschuß auf, der nicht allein durch die sehr hohe Sterblichkeit der Juden bedingt ist, sondern mehr noch durch die ausgesprochene Geburtenarmut. So hat sich die natürliche Bevölkerungsbewegung im Altreich mit Sudetenland von 1933 bis 1942 folgendermaßen entwickelt (nach den Schätzungen und Unterlagen der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland, da die Auszählungen nach Glaubensjuden viel komplizierter und unzuverlässiger sind):

Geburten und Sterbefälle der Juden im Altreich (bis 1939 berechnet und geschätzt)

JahreGeburtenSterbefälleSterbeüberschuß(-)
193334258925-5500
193423008200-5900
193525008100-5600
193623008000-5700
193721008000-5900
193810007448-6448
19396108136-7526
19403966199-5803
19413516249-5898
19422397657-7418
1933 – 194215 22176 914-61 693

Vom Tag der Machtergreifung(30.1.1933) bis 1.1.1943 beträgt der Sterbeüberschuß der Juden im Altreich mit Sudetenland 61 693; er stellt das Ergebnis aus 14 921 Geburten und 76 114 Sterbefällen dar. Die Wanderungen einesteils, die in den ersten Jahren fehlende und seitdem mangelhafte Erfassung vor allem der Sterbefälle in den Konzentrationslagern durch die Reichsvereinigung der Juden andernteils geben hier zwar für viele Fehlerquellen Raum, doch läßt auch der ungefähre Überblick die trotz des Rückgangs der Judenzahl etwa gleichbleibende Höhe der Sterbefälle erkennen. Die jüdische Sterblichkeit würde demnach 80-85 (gegen 10 bis 15 im europäischen Durchschnitt) auf 1000 betragen (im Jahre 1942).

Darüber hinaus fällt der Rückgang der Geburten auf, der dem Rückgang der Judenzahl weit vorauseilt. Die Geburtenziffer der Juden im Altreich würde danach im Jahre 1942 nur mehr rund 2 1/2 auf 1 000 betragen. Ähnlich treffen in der Ostmark vom 1.3.1938 bis 1.1.1943 auf 15 188 jüdische Sterbefälle nur 679 jüdische Geburten. Im Altreich wurden schließlich im Dezember 1942 nur mehr 14, im Januar und Februar 1943 nur mehr 7 bzw. 8 jüdische Kinder geboren. Es ist dabei zu berücksichtigen, daß das Judentum schon seit Jahrzehnten in den zivilisierten abendländischen Staaten in der Kinderarmut voranging, wie sich an Hand der konfessionellen Geburtenstatistik ergab. Der Jude Felix Theilhaber hat schon 1911 auf den daraus folgenden “Untergang der deutschen Juden” hingewiesen, der nur durch den dauernden Zustrom ostjüdischen Blutes verdeckt wurde. Nur zum Teil hing diese Erscheinung mit der Überalterung des europäischen Großstadt Judentums zusammen: In der Hauptsache handelte es sich um wirkliche Lebensschwäche.

Bei der heutigen außerordentlichen Sterblichkeit der Juden und ihrem Geburtentiefstand muß jedoch der äußerst ungünstige Altersaufbau der Juden mitberücksichtigt werden. Die Juden in Deutschland setzen sich nach der Abwanderung ihrer besten Jahrgänge größtenteils aus alten Leuten zusammen, sodaß ihr Altersaufbau bei graphischer Darstellung in Gestalt der Alterspyramide nach dem Stichwort der Reichsvereinigung der Juden der Form einer “Keule” gleicht, was objektiv zutrifft. Es mangeln die Kinder und die zeugungsfähigen Jahrgänge, während die Jahrgänge der alten Leute nicht nur verhältnismäßig zu stark sind, sondern auch rein zahlenmäßig viel stärker sind als die jüngeren Jahrgänge. Daraus entspringt auch z.T. die stark überhöhte Selbstmordziffer der Juden, da der Selbstmord überwiegend eine Todesart der alten Leute ist.

IV. DIE AUSWANDERUNG DER JUDEN AUS DEUTSCHLAND

Die Wanderung der Juden aus Ost- nach Mittel- und Westeuropa und aus ganz Europa nach Übersee und hier wieder in erster Linie nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika ist eine seit Jahrzehnten allgemein beobachtete Erscheinung. Aus Deutschland wanderten vor allem von 1840-1870 sehr viele Juden aus, doch nach 1870 hörte ihre Auswanderung fast völlig auf. Dafür wanderten nun die Deutschen aus. Die jüdische Auswanderung aus Deutschland seit 1933, gewissermaßen ein nachholen der 1870 unterbliebenen Bewegung, erregte die besondere Aufmerksamkeit der gesamten zivilisierten Welt, besonders der jüdisch regierten demokratischen Länder. Die Zahl und Struktur der Auswanderer wurde von verschiedensten Seiten und mit verschiedensten Methoden zu erfassen versucht. Doch gelangte man zu keinen einheitlichen Ergebnissen. Die Zahlen der deutschen Auswanderungsstatistik, jene der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland und der israelitischen Kultusgemeinden in Wien und Prag, die zahlreichen ausländischen Erfassungen, Berechnungen und Schätzungen, die Statistiken des internationalen Judentums und die Zahlen wissenschaftlicher Untersuchungen weichen sehr stark voneinander ab. So rechnete Prof. Zielenziger-Amsterdam mit einer Zahl von 135 000 Auswanderern von der Machtergreifung bis Ende 1937, die Reichsvereinigung der Juden mit 203 000 Auswanderern. Seit 1938 ist die Auswanderung noch beträchtlich angestiegen, endete aber fast restlos(bis auf einige wenige Ausnahmefälle je Monat) durch das Verbot der jüdischen Auswanderung im Herbst 1941. Die Reichsvereinigung der Juden und die israelitischen Kultusgemeinden in Wien und Prag kamen bis 1.1. 1943 zu folgenden hohen Auswanderungszahlen (einschl. Doppelzählungen):

Auswanderer ausZahlZeitraum
Altreich mit Sudetenland352 543(30.1.33-1.1.43)
Ostmark149 124( 1.3.38-1.1.43)
Protektorat26 009(15.2.39-1.1.43)

Die Anfangs überstürzte Auswanderung machte genaue Angaben überhaupt unmöglich. Ebenso dürfte das angegebene Auswanderungsziel, soweit es sich um europäische Länder handelt, vielfach nur als Zwischenstation zu betrachten sein. Von den Auswanderern aus dem Altreich gingen rund 144 000 nach anderen europäischen Ländern, rund 57 000 nach USA, 54 000 nach Südamerika, 10 000 nach Mittelamerika, 53 000 nach Palästina, 15 000 nach Afrika(vor allem Südafrika), 16 000 nach Asien(China), 4 000 nach Australien. Von den 144 000 nach europäischen Ländern ausgewanderten Juden gingen allein über 32 000 nach England, 39 000 nach Polen bzw. ins Generalgouvernement, 18 000 nach Frankreich, 8 000 nach Italien, 7 500 nach den Niederlanden, 6 000 nach Belgien. Es ist anzunehmen, daß der größte Teil dieser Auswanderer von diesen Ländern nach Übersee weitergezogen. Für die jüdischen Auswanderer aus der Ostmark werden folgende Ziele angegeben: 65 500 nach europäischen Ländern, 50 000 nach Amerika, 20 000 nach Asien, 9 000 nach Palästina, 2 600 nach Afrika, 2 000 nach Australien.

V. DIE EVAKUIERUNG DER JUDEN

Die Evakuierung der Juden löste, wenigstens im Reichsgebiet, die Auswanderung der Juden ab. Sie wurde seit dem Verbot der jüdischen Auswanderung ab Herbst 1941 in großem Stile vorbereitet und im Jahre 1942 im gesamten Reichsgebiet weitgehend durchgeführt. In der Bilanz des Judentums erscheint sie als “Abwanderung”.


Bis 1.1.1943 wanderten nach den Zusammenstellungen des Reichssicherheitshauptamtes ab:

aus dem Altreich mit Sudetenland100 516 Juden
aus der Ostmark47 555 “
aus dem Protektorat69 677 “
Zusammen217 748 Juden

In diesen Zahlen sind auch die ins Altersghetto Theresienstadt evakuierten Juden enthalten.

Die gesamten Evakuierungen ergaben im Reichsgebiet einschl. Ostgebieten und darüber hinaus im deutschen Macht- und Einflußbereich in Europa von Oktober 1939 oder später bis zum 31.12.1942 folgende Zahlen:

1. Evakuierung von Juden aus Baden und der Pfalz nach Frankreich6 504 Juden
2. Evakuierung von Juden aus dem Reichsgebiet einschl. Protektorat und Bezirk Bialystok nach Osten170 642 “
3. Evakuierung von Juden aus dem Reichsgebiet und dem Protektorat nach Theresienstadt87 193
4. Transportierung von Juden aus den Ostprovinzen nach dem russischen Osten:1 449 692 “
Es wurden durchgeschleust durch die Lager im Generalgouvernement1 274 166 Juden
durch die Lager im Warthegau145 301 Juden
5. Evakuierung aus anderen Ländern, nämlich:
Frankreich (soweit vor dem 10.11.1942 besetzt)41 911 Juden
Niederlande38 571 “
Belgien16 886 “
Norwegen532 “
Slowakei56 691 Juden
Kroatien4 927 “
Evakuierungen insgesamt (einschl. Theresienstadt und einschl. Sonderbehandlung)1 873 549 Juden
ohne Theresienstadt1 786 356
6. Dazu kommt noch nach den Angaben des Reichssicherheitshauptamtes die Evakuierung von

in den russischen Gebieten einschl.der früheren
baltischen Länder seit Beginn des Ostfeldzuges.
633 300 Juden

In den obigen Zahlen sind nicht enthalten die Insassen der Ghettos und der Konzentrationslager. Die Evakuierungen aus der Slowakei und aus Kroatien wurden von diesen Staaten selbst in Angriff genommen.

VI. DIE JUDEN IN DEN GHETTOS

Es sind hier zu nennen:

1. Das Altersghetto Theresienstadt,
dem insgesamt zugeführt wurden:
87 193 Juden,
davon aus dem Reichsgebiet47 471 (Ostmark 14 222)
” ” ” Protektorat39 722.
Es zählt zu Beginn des Jahres 1943 insgesamt
an jüdischen Insassen:
49 392
davon mit deutsch.Staatsangehörigk.24 313
Protektoratsangehörigkeit25 079

Die Verminderung trat vor allem durch Sterbefälle ein. Außer Theresienstadt gibt es im Reichsgebiet eine Anzahl von jüdischen Alters- und Siechenheimen mit kleinerem Fassungsvermögen, die aber weder als Ghettos noch als Evakuierungsorte angesehen werden.

2. Das Ghetto Litzmannstadt zählt Anfang 1943 87 180 Juden, davon 83 133 mit ehem.polnischer Staatsangehörigkeit.

3. Die überwiegend in Rest-Ghettos untergebrachten Juden des Generalgouvernements werden für 31.12.1942 folgendermaßen angegeben bzw. geschätzt:

im DistriktZahl der Juden
Krakau37 000
Radom29 000
Lublin20 000 (geschätzt)
Warschau50 000
Lemberg161 514
Generalgouv.zus. 297 914

VII. DIE JUDEN IN DEN KONZENTRATIONSLAGERN

In den Konzentrationslagern erfolgten von der Machtergreifung bis zum 31.12.1942
73 417 Einlieferungen von Juden
davon
wurden entlassen 36 943
sind durch Tod abgegangen 27 347
Restbestand vom 31.12.42: 9 127 Juden

Es ist hier zu beachten, daß die Zahl der Einlieferungen von Juden größer sein wird als die Zahl der in die Konzentrationslager eingelieferten Juden, da wiederholte Einlieferungen eines Juden wiederholt zählen.

Nicht enthalten sind die im Zuge der Evakuierungsaktion in den Konzentrationslagern Auschwitz und Lublin untergebrachten Juden.

Nach Konzentrationslagern ergeben sich, untergeteilt nach Einlieferungen, Entlassungen, Todesfällen und dem Bestand vom 31.12.1942, folgende Zahlen:

Juden in den Konzentrationslagern

KonzentrationslagerEinlieferungenEntlassungenTodesfälleBestand vom 31.12.1942
Lublin/Männer23 4094 50914 2174 683
Lublin/Frauen2 849591312 659
Auschwitz/Männer4 91713 7161 200
Auschwitz/Frauen932720212
Buchenwald16 82713 8052 795227
Mauthausen/Gusen2 0641 98579
Sachsenhausen7 9606 5701 34446
Stutthof/Männer281315
Stutthof/Frauen33
Ravensbrück/Frauen1 3215317873
Ravensbrück/Männer27344229
Dachau12 02611 140886
Groß-Rosen231231
Lichtenburg195195
Neuengamme1922190
Floßenbürg80278
Sachsenburg5252
Esterwegen36333
Niederhagen1212
Natzweiler1010
KL zusammen73 41736 94327 3479 127

VIII. JUDEN IN JUSTIZVOLLZUGSANSTALTEN

Zu Beginn des Jahres 1943 saßen in Justizvollzugsanstalten des Reichsgebietes 458 Juden ein, die sich auf Männer und Frauen und auf Arten des Strafvollzugs folgendermaßen verteilen:

MännerFrauenZusammen
Strafhaft35078428
Sicherungsverwahrung2929
Arbeitshaus
1
1
Justizvollzugsanstalten
insgesamt
37979458

II. DER ARBEITSEINSATZ DER JUDEN

In kriegswichtigem Arbeitseinsatz waren zu Beginn des Jahres 1943 im Reichsgebiet tätig

185 776 Juden

1) innerhalb der Inspekteur-Bereiche der Sicherheitspolizei und des SD (ohne Posen und ohne sowjetrussische Juden) 21 659, davon 18 546 mit deutscher Staatsangehörigkeit, 107 mit Protektoratsangehörigkeit, 2 519 Staatenlose und 487 Ausländer. Sie verteilten sich nach Inspekteur-Bereichen (ohne Posen) folgendermaßen:

Berlin15 100Königsberg 2)96
Braunschweig110München313
Breslau 1)2 451Nürnberg89
DanzigSalzburg7
Dresden485Stettin18
Düsseldorf673Stuttgart178
Hamburg497Wien1 226
Kassel259Wiesbaden139

1) ohne Organisation Schmelt 2) ohne sowjetruss. Juden


2) im Inspekteur-Bereich Königsberg außerdem 18 435 ausländische, d.h.fast ausschließlich sowjetrussische Juden.
3) im Inspekteur-Bereich Posen im Ghetto- und Lagereinsatz 95 112 hauptsächlich polnische Juden.
4) im Rahmen der Organisation Schmelt (Breslau) 50 570 Juden, davon 42 382 Staatenlose und 8 188 Ausländer.

X. EUROPÄISCHE JUDENBILANZ

Der Zusammenbruch des europäischen Judentums wurde schon vor Jahrzehnten durch den völkischen Verfall des europäischen Großstadt-Judentums einesteils, durch die jüdische Auswanderung andernteils eingeleitet. Der jüdische Statistiker Lestschinsky hat den Rückgang des Judentums in Europa im Jahre 1927 folgendermaßen verdeutlicht: “Zu Anfang des 19. Jahrhunderts lebten in Europa 85 % und allein in Rußland, Österreich-Ungarn und Deutschland 80 % aller Juden; in Amerika gab es zu jener Zeit nur 2 – 3 000 Juden. Im Jahre 1925 waren 63 % aller Juden in Europa ansässig, innerhalb der Grenzen Deutschlands, Österreich-Ungarns und Rußlands lebten nur noch 57 % des Gesamtjudentums, in Amerika dagegen lebten 30 %, in den übrigen Weltteilen 7 % “. Nach Berechnungen des Statistischen Reichsamts betrug der Judenanteil Europas im Jahre 1880 sogar 88,4 vH, im Jahre 1937 nur mehr 60,4 vH. 1943 dürfte der europäische Anteil noch 1/3 des Weltjudentums betragen.

Um 1930 und in den letzten Jahren betrug die Zahl der Juden in einigen wichtigeren Staaten Europas:
Neuere Zählung od. Schätzung

StaatVolkszählungsjahrZahl derJudenJahr
Zahl der Juden in 1000
vH der Bevölkerung
des Wirtsvolkes
Altreich1933/35502 7991943510,07
Österreich1934191 481194380,1
Tschechoslow.1930356 830...
Protektorat..1943160,2
Danzig192910 448...
Memelgebiet19252 402193732,0
Belgien..1937801,0
Bulgarien193448 3981937500,8
Finnland..193720,04
Frankreich..19372800,7
Griechenland192872 7911937901,1
Großbritann.1931/33234 00019373450,7
Italien193047 8251937520,1
Irland..193740,1
Jugoslawien193068 4051937750,3
Lettland193593 4791937964,9
Litauen1923155 12519371757,4
Niederlande1930111 91719371351,6
Polen19303 113 93319373 3009,6
Rumänien1930984 2131941302 1)
2,2
Slowakei..1940893,4
Sowjetrußl.19262 570 33019394 600 2)
2,4
Ungarn1930444 5671940750 3)
5,8

1) Neuer Gebietsstand
2) Neuer Gebietsstand, mit Ostpolen; die Zahl ist geschätzt.
3) Neuer Gebietsstand; die Zahl ist berechnet


Die Gesamtzahl der Juden auf der Erde schätzt man um das Jahr 1937 im allgemeinen auf rund 17 Millionen, wovon über 10 Millionen auf Europa entfallen. Sie häufen bzw. häuften sich in Europa vor allem in den von Deutschland besetzten früheren polnisch-russischen Gebieten zwischen Ostsee und Finnischem Meerbusen und dem Schwarzen und Asowschen Meer, daneben in den Handelsmittelpunkten und im Rheingebiet Mittel- und Westeuropas und an den Küsten des Mittelmeers.

Von 1937 bis Anfang 1943 dürfte die Zahl der Juden in Europa teils durch Auswanderung, teils durch den Sterbeüberschuß der Juden in Mittel- und Westeuropa, teils durch die Evakuierungen vor allem in den völkisch stärkeren Ostgebieten, die hier als Abgang gerechnet werden, um schätzungsweise 4 Millionen zurückgegangen sein. Dabei darf nicht übersehen werden, daß von den Todesfällen der sowjetrussischen Juden in den besetzten Ostgebieten nur ein Teil erfaßt wurde, während diejenigen im übrigen europäischen Rußland und an der Front überhaupt nicht enthalten sind. Dazu kommen uns unbekannte Wanderungsströme der Juden innerhalb Rußlands in den asiatischen Bereich hinüber. Auch der Wanderungsstrom der Juden aus den europäischen Ländern außerhalb des deutschen Einflusses ist eine weitgehend unbekannte Größe. Insgesamt dürfte das europäische Judentum seit 1933, also im ersten Jahrzehnt der nationalsozialistischen deutschen Machtentfaltung, bald die Hälfte seines Bestandes verloren haben.

THE REICHSFÜHRER SS
Inspector for Statistics
Ref. No. 51/43 g.Rs. – H.

Berlin W 35, 28 April 1943

Secret Reich Matter

Subject: Amendment of the report on “The Final Solution of the European Jewish Question”
Reference: Your letter of 10 April 1943, Ref. No. — V.

2 copies
1st copy

To the
Personal Staff of the Reichsführer-SS
Attn: SS-Hauptsturmführer Meine
Berlin SW 11
Prinz-Albrecht-Straße 8

Dear Party Member Meine,
Enclosed I return the report sent to me with the above-mentioned letter, following the completed amendment.

Heil Hitler!
[Signature]

1 enclosure

The Inspector for Statistics to the Reichsführer SS
TOP SECRET REICH MATTER
THE FINAL SOLUTION OF THE EUROPEAN JEWISH QUESTION
Statistical Report
Contents:
I. Preliminary Remarks
II. The Jewish Balance in Germany
III. Jewish Demographic Weakness
IV. The Emigration of Jews from Germany
V. The Evacuation of the Jews
VI. The Jews in the Ghettos
VII. The Jews in the Concentration Camps
VIII. Jews in Penal Institutions
IX. The Deployment of Jewish Labor
X. European Jewish Balance Sheet

THE FINAL SOLUTION OF THE EUROPEAN JEWISH QUESTION
Statistical Report

I. PRELIMINARY REMARKS

To draw up a balance sheet of the results achieved on the path toward solving the Jewish Question, it is necessary to record the number of Jews and their development. However, the contradictions in the statistical data regarding Jewry make it necessary to begin with a preliminary remark: that figures concerning Jewry must always be treated with particular caution, and without knowledge of their source and origin, they often lead to false conclusions. The sources of error lie above all in the nature of Jewry and its historical development—in its thousand-year restless wandering, the countless entries and exits, efforts at assimilation, intermixing with host populations, in the Jew’s effort to evade detection unnoticed, and finally in incorrect or misinterpreted statistics concerning Jewry.

Beyond that, statistics—partly as an emergency substitute, partly due to the broad overlap between Jewish faith and Jewish race, partly out of ignorance of racial theory, and partly due to the religious thinking of the respective times—have almost never recorded Jews according to their race, but rather by their religious affiliation. Recording by race requires many years of training and also genealogical research. This has proven difficult, especially in southern and eastern countries, because despite many common traits, a uniform Jewish race is statistically difficult to define.

Affiliation with the Mosaic or Israelite faith is likewise not conclusive evidence, because due to the earlier Jewish missionary movement, which included the incorporation of masses of pagans and Christians, and more recently through conversions to Judaism via mixed marriages and “conversion,” there are not a few professing Jews of non-Jewish race. Conversely, forced conversions to Christianity and, in the last century, the sharply rising number of baptized Jews as well as unaffiliated individuals of Jewish race have reduced the recorded number of Jews.

Thus, in 1893, Leroy-Beaulieu estimated the loss of Jewry to Christianity at four to ten times the number of its then-current adherents. According to Maurice Fishberg and Mathias Mieses, three times the present number of Jews have assimilated into Aryan Europe. Even Hans Günther estimated the number of Jews in Germany at twice the number of Jews of the Mosaic faith who were German citizens. Finally, the Lithuanian Jew Brutzkus went so far as to describe the Jews of Berlin, based on their blood composition, as purer Europeans than the Germans in Berlin.

In line with these views, the proportion of racial Jews, including those of mixed ancestry, in Europe has often been estimated at three times the number of religious Jews (twice as high in Eastern Europe, four times in Central Europe, and as much as eight times in other parts of Europe), with approximately 6% of the European population being assumed to have more or less Jewish blood.

In contrast, Burgdörfer estimated the number of Jews in Germany in 1933 at 850,000 full, half, and quarter Jews (compared to 502,799 religious Jews), and in Austria in 1934 at 300,000 to 400,000 (compared to 191,738 religious Jews). The survey of racial Jews in the 1939 German census yielded, in addition to 307,892 religious Jews, only slightly higher figures: 330,892 full Jews, 72,738 half-Jews, and 42,811 quarter-Jews. These figures, especially regarding half- and quarter-Jews, cannot be regarded as reliable. They can only be considered as minimum numbers.

The data were obtained from a question included in a “Supplementary Card” to the household form of the 1939 census: “Was or is any of the 4 grandparents a full Jew?” The answer had to be marked “yes” or “no” for each grandparent. Since this supplementary card was to be submitted in a sealed envelope and was thus beyond local control, it was often filled out poorly. In many cases, instead of providing answers, people simply made dashes in the relevant fields.

The first official attempt to record Jews according to their race was immediately sabotaged by the Jews. It took place during the Austrian census of March 7, 1923. Shortly before the census, Vice Chancellor Dr. Frank (Greater German People’s Party) signed a decree stipulating that, for question 7 on the census form (language), “ethnic affiliation and race were also to be indicated.” Since the census forms had already been printed, this addition was only mentioned in a red instruction slip—without explanation, guidance, or sample entries.

The Austrian Jews sabotaged this question by having the Jewish-Marxist press, shortly before the day of the census, urge its readers to answer the race question with “white.” The result was that the “white race in Austria became about as widespread as the sphere of influence of the Jewish-Marxist press and parties extended.” Only in Carinthia and Burgenland was the processing of the material carried out—with rather doubtful success—while in the other federal provinces, and especially in Vienna, it was discontinued as futile.

II. THE JEWISH BALANCE IN GERMANY

The following data on the number and development of Jews in Germany are based on the official figures from the national censuses and other surveys conducted by the Reich, as well as on calculations and estimates by scholars. However, they were primarily compiled by the Reich Association of Jews in Germany and the Jewish communities in Vienna and Prague, which carried out enumerations, population movement cards, ongoing records, and additional calculations and estimates. These Jewish agencies operate under the control of the Reich Security Main Office and for its purposes.

Apart from the initial base number of Jews in question, the Reich Association of Jews in Germany appears to be working reliably. Based on the statistics prepared here and verified to date by the Reich Security Main Office, the following balance sheet on the development of Jewry in Germany—from the seizure of power (January 30, 1933) in the Old Reich, March 1938 in Austria, and March 1939 in the Protectorate of Bohemia and Moravia—can be drawn up as of January 1, 1943:

1. Jewish Balance of the Old Reich including the Sudeten District and Danzig

Number of Jews in the Old Reich (excluding the Sudeten District and Danzig) as of January 30, 1933approximately 561,000
Departures from January 30, 1933 to January 1, 1943 due to excess of deaths over births (in the Old Reich)– 1,193
Excess emigration-352,534
Relocation (evacuation)-100,516
-514,243
Additions from January 30, 1933 to January 1, 1943 Through incorporation of the Sudetenland+2,649 x)
Other changes (Danzig, in-migration, out-migration, authorized withdrawals, recognition as first-degree Mischling, new registrations, record adjustments)+1,921
+4,570
Number of Jews in the Old Reich (including Sudeten District and Danzig) as of January 1, 194351,327

x) This number of 2,649 Jews in the Sudetenland was determined during the 1939 census. Before the incorporation of the Sudetenland into the Reich, the Jewish population was around 30,000, but they very quickly moved into the Protectorate—without crossing a national border and without loss of property.

2. Jewish Balance of the Ostmark

Number of Jews in the Ostmark as of March 1, 1938approximately 220,000
Departures from March 1, 1938 to January 1, 1943 due to excess of deaths over births-14,509
Excess emigration-149,124
Relocation (evacuation)-47,555
Other changes-710
-211,898
Number of Jews in the Ostmark as of January 1, 19438,102

3. Jewish Balance of the Protectorate of Bohemia and Moravia

Number of Jews in the Protectorate as of March 15, 1939118,310
Departures from March 15, 1939 to January 1, 1943-7,074
Excess emigration-26,009
Relocation (evacuation)-69,677
-102,760
Number of Jews in the Protectorate as of January 1, 194315,550

The newly acquired eastern territories (with the exception of Danzig) are not included in the balance sheet. A full accounting for them cannot yet be made. However, there are various estimates concerning the number of Jews in these areas at the time they were incorporated into the Reich, which suggest a figure of approximately 630,000. In addition, there were about 160,000 Jews in the Bialystok district and around 1.3 million Jews in the General Government at the time of its establishment.x) That would result in a total of approximately 2.5 million Jews in the greater German sphere (excluding the occupied eastern territories) at the end of 1939 x), the vast majority of whom were concentrated in the newly acquired East.


x) Excluding the District of Lemberg, which had approximately 700,000 Jews.

As of January 1, 1943, the Reich—excluding the newly acquired eastern territories, the Theresienstadt old-age ghetto, and the labor deployment under Organization Schmelt—counted only 74,979 Jews, of whom 51,327 were in the Old Reich, 8,102 in the Ostmark, and 15,550 in the Protectorate. In the Old Reich including the Sudetenland, only 9.2% of the number of Jews present at the time of the Nazi seizure of power remained. By January 30, 1943, their number had fallen to 48,242, or 8.6%; by February 25, 1943, it was down to 44,589, or 7.9%.
Berlin—which in 1880 was home to one-eighth, in 1910 to over a quarter, and in 1933 to nearly one-third of Germany’s Jews—still counted 32,999 Jews as of January 1, 1943, or 64.3% of all Jews in the Old Reich. On January 30, 1943, Berlin had 30,121 Jews, and on February 28, 1943, 27,281.
In the Ostmark, only Vienna still had any Jews at all.

Of the 51,327 Jews in the Old Reich, 23,197 are men and 28,130 are women. 40,351 are religious Jews, 10,976 are non-religious Jews. 16,760 live in mixed marriages; in the Ostmark, 4,803 (out of 8,102); in the Protectorate, 6,211 (out of 15,550).

III. JEWISH DEMOGRAPHIC WEAKNESS

The Jewish population balance in Germany shows an extraordinary excess of deaths over births, which is not solely due to the very high mortality rate among Jews, but even more to the pronounced low birth rate. The natural population movement in the Old Reich including the Sudetenland developed as follows from 1933 to 1942 (based on the estimates and records of the Reich Association of Jews in Germany, since tallies based on religious Jews are much more complicated and unreliable):

Births and Deaths of Jews in the Old Reich (calculated and estimated up to 1939)

YearBirthsDeathsExcess of Deaths over Births (–)
193334258925-5500
193423008200-5900
193525008100-5600
193623008000-5700
193721008000-5900
193810007448-6448
19396108136-7526
19403966199-5803
19413516249-5898
19422397657-7418
1933 – 194215 22176 914-61 693

From the day of the seizure of power (January 30, 1933) to January 1, 1943, the excess of deaths over births among Jews in the Old Reich including the Sudetenland amounted to 61,693; this figure results from 14,921 births and 76,114 deaths. On the one hand, population movements, and on the other hand, the initially nonexistent and later inadequate registration of deaths—especially those occurring in concentration camps—by the Reich Association of Jews provide ample sources of error. Nevertheless, even a rough overview shows that, despite the declining Jewish population, the number of deaths remained at about the same level. Jewish mortality would therefore amount to 80–85 per 1,000 (compared to a European average of 10 to 15 per 1,000 in 1942).


Beyond that, the decline in births is striking, as it far outpaces the decline in the overall Jewish population. The Jewish birth rate in the Old Reich in 1942 would thus amount to only about 2.5 per 1,000. Similarly, in the Ostmark, from March 1, 1938 to January 1, 1943, there were 15,188 Jewish deaths compared to only 679 Jewish births.

In the Old Reich, in December 1942, only 14 Jewish children were born; in January and February 1943, only 7 and 8, respectively. It must be noted that Jewry had already been leading the trend of low birth rates for decades in the civilized Western states, as shown by confessional birth statistics. The Jew Felix Theilhaber had already pointed out in 1911 the resulting “decline of the German Jews,” which had been masked only by the constant influx of Eastern Jewish blood. This phenomenon was only partially due to the aging of the Jewish population in European metropolises; primarily, it was a matter of genuine biological weakness.

Given the current extraordinarily high mortality rate among Jews and their extremely low birth rate, the highly unfavorable age structure of the Jewish population must also be taken into account. After the emigration of their most vital age groups, the Jews in Germany now consist largely of elderly people. As a result, their age distribution—when depicted graphically in the form of an age pyramid—resembles a “club” in shape, according to the expression used by the Reich Association of Jews, which is objectively accurate.

There is a lack of children and of people in reproductive age groups, while the older age cohorts are not only disproportionately large but also significantly greater in absolute numbers than the younger ones. This also partly explains the greatly elevated suicide rate among Jews, as suicide is predominantly a cause of death among the elderly.

IV. THE EMIGRATION OF THE JEWS FROM GERMANY

The migration of Jews from Eastern to Central and Western Europe, and from all of Europe to overseas—primarily to the United States of America—has been a widely observed phenomenon for decades. From Germany, especially between 1840 and 1870, many Jews emigrated; however, after 1870, their emigration virtually ceased. Instead, Germans began emigrating in larger numbers. The Jewish emigration from Germany after 1933—effectively a delayed version of the movement that had not occurred in 1870—attracted the special attention of the entire civilized world, particularly the Jewish-governed democratic countries.

Various efforts were made to record the number and composition of emigrants, using a range of methods and sources. Nevertheless, no consistent results were achieved. The figures from German emigration statistics, those of the Reich Association of Jews in Germany and the Jewish communities in Vienna and Prague, the numerous foreign records, estimates, and calculations, the statistics of international Jewry, and the data from scholarly studies all diverge widely.

For example, Prof. Zielenziger in Amsterdam estimated 135,000 emigrants from the seizure of power up to the end of 1937, while the Reich Association of Jews counted 203,000. After 1938, emigration increased significantly, but came almost completely to a halt (except for a few isolated cases per month) due to the ban on Jewish emigration in the autumn of 1941.

The Reich Association of Jews and the Jewish religious communities in Vienna and Prague arrived at the following high emigration numbers by January 1, 1943 (including some double counting):

Emigrants fromNumberTime Period
Old Reich with Sudetenland352,543(Jan 30, 1933 – Jan 1, 1943)
Ostmark149,124(Mar 1, 1938 – Jan 1, 1943)
Protectorate26,009(Feb 15, 1939 – Jan 1, 1943)

The initially rushed emigration made precise records virtually impossible. Likewise, the stated emigration destinations—at least in the case of European countries—must often be considered merely as stopovers.

Of the emigrants from the Old Reich, approximately 144,000 went to other European countries, about 57,000 to the USA, 54,000 to South America, 10,000 to Central America, 53,000 to Palestine, 15,000 to Africa (primarily South Africa), 16,000 to Asia (China), and 4,000 to Australia.

Of the 144,000 Jews who emigrated to European countries, over 32,000 went to England, 39,000 to Poland or the General Government, 18,000 to France, 8,000 to Italy, 7,500 to the Netherlands, and 6,000 to Belgium. It is assumed that the majority of these emigrants moved on from these countries to overseas destinations.

For Jewish emigrants from the Ostmark, the following destinations are reported: 65,500 to European countries, 50,000 to America, 20,000 to Asia, 9,000 to Palestine, 2,600 to Africa, and 2,000 to Australia.

V. THE EVACUATION OF THE JEWS

The evacuation of the Jews, at least within the territory of the Reich, replaced Jewish emigration. It was prepared on a large scale following the ban on Jewish emigration beginning in the autumn of 1941 and was largely carried out throughout the entire Reich territory in 1942. In the Jewish population balance, it appears under the term “relocation” (Abwanderung).

By January 1, 1943, according to the compilations of the Reich Main Security Office (Reichssicherheitshauptamt), the following numbers had been relocated:

From the Old Reich including the Sudetenland100,516 Jews
From the Ostmark47,555 “
From the Protectorate69,677 “
Total217,748 Jews

These figures also include the Jews who were evacuated to the Theresienstadt old-age ghetto.

The total evacuations within the territory of the Reich, including the eastern territories, and beyond that within the German sphere of power and influence in Europe from October 1939 or later up to December 31, 1942, resulted in the following figures:

1. Evacuation of Jews from Baden and the Palatinate to France6,504 Jews
2. Evacuation of Jews from the Reich territory including the Protectorate and the Bialystok district to the East170,642 “
3. Evacuation of Jews from the Reich territory and the Protectorate to Theresienstadt87,193
4. Transport of Jews from the eastern provinces to the Russian East:1,449,692 “
Processed through camps in the General Government1,274,166 Jews
Processed through camps in the Warthegau145,301 Jews
5. Evacuation from other countries, namely
France (as far as occupied before 10 November 1942)41,911 Jews
Netherlands38,571 “
Belgium16,886 “
Norway532 “
Slovakia56,691 Jews
Croatia4,927 “
Total evacuations (including Theresienstadt and including special treatment):1,873,549 Jews
Excluding Theresienstadt1,786,356
6. Additionally, according to the Reich Main Security Office, the evacuation of


in the Russian territories, including the former Baltic states, since the start of the Eastern campaign.
633,300 Jews

The above figures do not include the inmates of the ghettos and concentration camps. The evacuations from Slovakia and Croatia were initiated by those states themselves.

VI. THE JEWS IN THE GHETTOS

The following are to be mentioned here:

1.The Theresienstadt old-age ghetto, to which a total of
were deported
87,193 Jews,
of which from the Reich territory47,471 (Ostmark 14,222)
” ” ” Protectorate39,722
At the beginning of 1943, it housed a total of

Jewish inmates
49,392
of which with German citizenship24,313
with Protectorate citizenship25,079

The reduction in numbers occurred primarily due to deaths. Apart from Theresienstadt, there are a number of Jewish old-age and infirmaries within the Reich territory with smaller capacities, but these are not considered ghettos or evacuation sites.

2. The Litzmannstadt Ghetto had, at the beginning of 1943, 87,180 Jews, of whom 83,133 held former Polish citizenship.

3. The Jews of the General Government, who were predominantly housed in residual ghettos, are reported or estimated as follows for December 31, 1942:

In the district ofNumber of Jews
Krakow37,000
Radom29,000
Lublin20,000 (estimated)
Warsaw50,000
Lemberg161,514
Total in the General Government297,914

VII. THE JEWS IN THE CONCENTRATION CAMPS

From the seizure of power up to December 31, 1942, there were 73,417 admissions of Jews to the concentration camps.
Of these:
36,943 were released,
27,347 died,
Remaining as of December 31, 1942: 9,127 Jews.

It should be noted that the number of admissions of Jews will be higher than the number of individual Jews admitted to concentration camps, since repeated admissions of the same person are counted multiple times.

Not included are the Jews housed in the Auschwitz and Lublin concentration camps as part of the evacuation operations.


Broken down by concentration camp, the following figures result—categorized by admissions, releases, deaths, and the population as of December 31, 1942.

Jews in the Concentration Camps

Concentration CampAdmissionsReleasesDeathsRemaining as of 31.12.1942
Lublin / Men23,4094,50914,2174,683
Lublin / Women2,849591312,659
Auschwitz / Men4,91713,7161,200
Auschwitz / Women932720212
Buchenwald16,82713,8052,795227
Mauthausen / Gusen2,0641,98579
Sachsenhausen7,9606,5701,34446
Stutthof / Men281315
Stutthof / Women33
Ravensbrück / Women1,3215317873
Ravensbrück / Men27344229
Dachau12,02611,140886
Groß-Rosen231231
Lichtenburg195195
Neuengamme1922190
Floßenbürg80278
Sachsenburg5252
Esterwegen36333
Niederhagen1212
Natzweiler1010
Total Concentration Camps73,41736,94327,3479,127

VIII. JEWS IN PENAL INSTITUTIONS

At the beginning of 1943, 458 Jews were imprisoned in penal institutions within the territory of the Reich. These were distributed by gender and type of penal detention as follows:

MenWomenTotal
Criminal custody35078428
Preventive detention2929
Workhouse
1
1
Total in correctional institutions37979458

II. THE DEPLOYMENT OF JEWISH LABOR

Engaged in war-essential labor at the beginning of 1943 within the territory of the Reich

185 776 Jews

1) Within the inspectorates of the Security Police and the SD (excluding Posen and Soviet Russian Jews), 21,659 were employed, of whom 18,546 held German citizenship, 107 were citizens of the Protectorate, 2,519 were stateless, and 487 were foreigners. They were distributed among the inspectorate districts (excluding Posen) as follows:

Berlin15,100Königsberg 2)96
Braunschweig110München313
Breslau 1)2,451Nürnberg89
DanzigSalzburg7
Dresden485Stettin18
Düsseldorf673Stuttgart178
Hamburg497Wien1,226
Kassel259Wiesbaden139

1) excluding Organisation Schmelt 2) excluding Soviet Russian Jews


2) In the Inspectorate district of Königsberg, in addition, 18,435 foreign Jews, i.e., almost exclusively Soviet Russian Jews.
3) In the Inspectorate district of Posen, employed in ghettos and camps, 95,112, mainly Polish Jews.
4) Within the framework of Organisation Schmelt (Breslau), 50,570 Jews, of whom 42,382 were stateless and 8,188 were foreigners.

X. EUROPEAN JEWISH BALANCE

The collapse of European Jewry had already begun decades earlier—on the one hand through the ethnic decline of Jewish populations in Europe’s large cities, on the other through Jewish emigration. The Jewish statistician Lestschinsky illustrated the decline of Jewry in Europe in 1927 as follows:

“At the beginning of the 19th century, 85% of all Jews lived in Europe, with 80% of them concentrated in Russia, Austria-Hungary, and Germany; in America, there were only 2,000–3,000 Jews at that time. By 1925, 63% of all Jews resided in Europe, and within the borders of Germany, Austria-Hungary, and Russia only 57% of world Jewry remained. In contrast, 30% lived in America and 7% in other parts of the world.”

According to calculations by the Reich Statistical Office, the Jewish share of the world population in Europe was 88.4% in 1880, but had declined to only 60.4% by 1937. By 1943, Europe’s share likely amounted to just one-third of world Jewry.

Around 1930 and in the last few years, the number of Jews in some of the more important European countries was as follows:

CountryCensus YearNumber of JewsYear
Recent census or estimate

Number of Jews (in 1000)
% of Host Population
Old Reich1933/35502,7991943510.07
Austria1934191,481194380.1
Czechoslovakia1930356,830...
Protectorate..1943160.2
Danzig192910,448...
Memel Territory19252,402193732.0
Belgium..1937801.0
Bulgaria193448,3981937500.8
Finland..193720.04
France..19372800.7
Greece192872,7911937901.1
Great Britain1931/33234,00019373450.7
Italy193047,8251937520.1
Ireland..193740.1
Yugoslavia193068,4051937750.3
Latvia193593,4791937964.9
Lithuania1923155,12519371757.4
Netherlands1930111,91719371351.6
Poland19303,113,93319373,3009.6
Romania1930984,2131941302 1)
2.2
Slovakia..1940893.4
Soviet Russia19262,570,33019394,600 2)
2.4
Hungary1930444,5671940750 3)
5.8

1) New territorial boundaries
2) New territorial boundaries, including Eastern Poland; the figure is an estimate
3) New territorial boundaries; the figure is a calculated value

The total number of Jews in the world around the year 1937 was generally estimated at approximately 17 million, of which over 10 million were in Europe. In Europe, they were—or had been—concentrated primarily in the formerly Polish-Russian territories occupied by Germany, between the Baltic and the Gulf of Finland and the Black and Azov Seas, as well as in commercial centers and in the Rhine region of Central and Western Europe and along the coasts of the Mediterranean.

Between 1937 and the beginning of 1943, the number of Jews in Europe is estimated to have decreased by approximately 4 million—partly due to emigration, partly due to excess mortality among Jews in Central and Western Europe, and partly due to evacuations, especially in the more ethnically concentrated eastern regions, which are counted here as losses.

It should not be overlooked that only a portion of the deaths of Soviet Russian Jews in the occupied eastern territories was recorded, while those in the rest of European Russia and at the front are not included at all. Added to this are unknown movements of Jews within Russia into the Asian regions. The migration of Jews from European countries outside German influence also remains largely unknown.

Overall, European Jewry since 1933—thus within the first decade of National Socialist German rule—likely lost nearly half of its population.

Archivial reference:

Bundesarchiv, NS 19/1570, p. 11 – 28.

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