1943-06-26 / Report by Journalist Kausch on a Tour in Occupied Ukraine and Crimea: “Jews were exterminated like bedbugs”

Introduction

Report by German Journalist Hans-Joachim Kausch dated June 26, 1943 on a tour through occupied Ukraine and Crimea organised by the Ministry of the East. The report contains blunt and unambiguous admissions regarding the extermination of Ukraine’s Jewish population. Kausch writes that in Ukraine, “there had been 1.1 million Jews. They have been completely liquidated“. He notes that “some Hungarian and Slovak officers took photographs of executions, which later reached America”. According to Kausch, “Ukrainians mostly watched the executions with indifference”. He quotes a high-ranking official of the Reich Commissariat that “Jews were exterminated like bedbugs”.

Document

Pressechef
Tgb. Nr. 500/43 g

GEHEIM

Berlin, den 26. Juni 1943.

Streng vertraulicher Informationsbericht über meine Reise nach der Ukraine und nach der Krim in der Zeit vom 3. bis 22. Juni 1943.

Der Reiseweg.

Der Reiseweg dieser vom Ostministerium durchgeführten Informationsfahrt von 14 deutschen Journalisten verlief folgendermaßen:

Berlin – Bukarest – Kischinew – Teraspol – Odessa – Nikolajew – Cherson – übersetzen auf den Dnjepr nach Alischki – von dort über Perikop nach Simferopol – Baktschissaraj – Tschufut Kale – Simferopol – Melitopol – Asowsches Meer – längere Fahrten in die Nogaische Steppe, u.a. Askania Nova – Melitopol – Saporoschje – Dnjepropetrowsk – Kiew – Rowno – Kowel – Warschau – Berlin.

Ursprünglich lautete das Programm auf einen Besuch der südlichen Krimküste mit einer Besichtigung Sewastopols, Eupatoria, Livadias, Jalta usw. Dieses Programm mußte ab geändert werden, da wir nach einem 1½ tägigen Aufenthalt in Simferopol vom Generalfeldmarschall von Kleist einen förmlichen Ausweisungsbefehl erhielten und uns nach der nördlichen Krim, also ins Taurische Gebiet, “zurückziehen” mußten. Dieser Befehl richtete sich offensichtlich nicht gegen uns Journalisten, sondern mehr gegen das Ostministerium, oder den Gauleiter Frauenfeld, der in Melitopol als Generalkommissar das zivile Gebiet der Krim verwaltete. Beide Instanzen hatten es anscheinend durch eine Reihe von Mißverständnissen versäumt, die Einreiseerlaubnis in das rückwärtige Heeresgebiet der Krim von Kleist zu erlangen. Natürlich war das Verhalten Kleists nicht gerade sehr großzügig, da wir nun einmal im südlichen der Krim angekommen waren, aber wir zogen wider Erwarten doch einen großen journalistischen Nutzen, indem wir nun Zeit hatten ziemlich sorgfältig die Nogaische Steppe und das ganze Randgebiet des Asowschen Meeres genau kennenzulernen, was sonst unmöglich gewesen wäre. Statt der Baedecker Tour an der südlichen Krimküste konnten wir nun einen tiefen Einblick in die landwirtschaftlichen und sonstigen Verhältnisse des weit abgelegenen taurischen Gebietes nehmen.

Eine weitere kleine Panne geschah auf der Rückfahrt, als unser Zug westlich von Kowel, also im wolhynischem Gebiet im Zentrum der Partisanen auf eine Mine lief, wodurch Lokomotive, Packwagen und ein D-Zug-Wagen ausfielen, die übrigen Wagen, darunter unsere Journalistenwagen, zurückgeschleppt werden mußten. Es war eine ziemlich unheimliche Angelegenheit, die aber für uns glimpflich verlief. Im gesamten Gebiet der Südukraine und auf der Krim gibt es keine Partisanen. Man kann sich überall frei bewegen ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen. Wir fuhren tagelang durch die Steppe, ohne auch nur ein Schießeisen bei uns zu haben.

Das Zentrum der Partisanen befindet sich in Wolhynien-Podolien, also nördlich der Linie Kowel–Rowno–Lemberg–Shitomir und im im nördlichen Raum von Kiew – soweit es also ukrainisches Territorium betrifft. In Wolhynien–Podolien gibt es ungefähr 70.000 Partisanen, die sich aus Polen, ukrainischen Nationalisten und sowjetischen Heereskontingenten zusammensetzen, über viele Flugplätze verfügen (allein im Raum von Shitomir 11, darunter 4 vollständig ausgestattete Nachtlandeflugplätze).

Im wolhynischen Gebiet gab es – im Gegensatz zur sonstigen Ukraine – noch eine intakte Führungsschicht (Universität Lemberg), außerdem eignet sich das Wald- und Sumpfgelände sehr gut zu Verstecken, und die Lage ist daher immer unfreulicher geworden. Die Partisanen sind fest durchorganisiert, ziehen in den von ihnen besetzten Landstrichen Männer jeden Alters zur Waffe ein, werden geleitet von General der Partisanen in Moskau und sind mit schweren und schwersten Waffen sowie mit Nahrungsmitteln komplett. Die alte Stalin-Linie ist von ihnen besetzt und ausgebaut worden. Man kann der Partisanengefahr nur mit militärischen Mitteln Herr werden und Reichskommissar Koch sagte uns, daß er die Zusicherungen für eine Bereinigung der Partisanengefahr für den weiteren Verlauf dieses Jahres vom Führer bekommen habe.

Der Generalkommissar von Kiew, Magunia, erhofft ähnliches für das nördliche Gebiet von Kiew. Dort wirkt sich die Partisanengefahr deshalb besonders negativ aus, weil wir in diesem Raum sehr viel Holz einschlagen müssen, nämlich 2,6 Mill. Festmeter in diesem Jahr, um das Bergbauprogramm im Donezgebiet zu forcieren und außerdem für Befestigungsarbeiten und für den Holzbedarf in der sehr holzarmen südlichen Ukraine. In dieser Beziehung ist also eine Befriedung dieses Gebietes unbedingt notwendig. Die Bevölkerung hilft den Partisanen im nördlichen Kiew-Gebiet nur dann, wenn sich der deutsche Schutz als völlig unzulänglich erweist. Dies ist aber leider häufig der Fall. Ich bin gleich auf diese Partisanengefahr am Rande eingegangen, weil im Reich viele Fragen danach gestellt werden. In den mittleren und nördlichen Abschnitten der Ostfront ist zweifellos die Partisanengefahr noch viel gravierender. Die Aufbauarbeit in der Ukraine ist bisher nicht wesentlich durch sie beeinflußt worden. Bis vor einem Jahr gab es im Gesamtgebiet der Ukraine keine Partisanen. Ob sich der weiter zu forcierende Arbeitseinsatz und die Beschlagnahme der ukrainischen Ernte in hohem Maße dahin auswirken werden, daß das Partisanenunwesen zunimmt, ist noch nicht zu übersehen. Die Südukraine ist wegen des fehlenden Waldes für Partisanen sehr ungeeignet. Hie und da wurden lediglich sowjetische Fallschirmspringer beobachtet und meist sehr schnell festgenommen.

Die Aufgabe des Reichskommissars Koch.

Ich beginne mit dem Schluß unserer Reise, wo wir in Rowno vom Reichskommissar der Ukraine, Erich Koch, empfangen wurden. Er rundete das Bild, das wir in Hunderten von Gesprächen mit General- und Gebietskommissaren, Landwirtschaftsführern usw. erhalten hatten, in grundsätzlicher Form ab. Koch herrscht heute als Gauleiter von Ostpreußen und Reichskommissar der Ukraine praktisch von der Ostsee bis zum Schwarzen und Asowschen Meer. Er ist zweifellos die stärkste Potenz der deutschen Ostpolitik und seine Energie überflügelt sehr häufig die Pläne und Intentionen des ihm übergeordneten Ostministeriums. Am Grünen Tisch in Berlin werden daher manchmal Beschlüsse gefällt, die von Koch als voreilig angesehen werden, so sehr er die Notwendigkeit des übergeordneten Ostministeriums anerkennt. Während wir in der Ukraine waren, fand gleichzeitig die erste große Inspektionsreise Rosenbergs in Begleitung von Koch statt, die alle sechs Generalkommissariate (sprich Provinzialgouverneure) berührte. Was Koch zu uns sprach, geschah nach dem Ende dieser Ministerreise, die sich im übrigen mehrmals mit unserer Tour kreuzte. Förmlich betonte Koch seine Übereinstimmung mit Rosenberg; wir hatten jedoch alle übereinstimmend den Eindruck, daß Koch bei Erfüllung des ihm vom Führer gegebenen Auftrags in der Praxis ziemlich offen mit den Maßnahmen des Ministeriums im Gegensatz befinden muss.

Sein Auftrag lautete dahin, aus der Ukraine an landwirtschaftlichen Erzeugnissen und an Rohstoffen das Äußerste herauszuholen, um den deutschen Kampf zu erleichtern und durch die Aufstellung einer großen Anzahl von Arbeitskräften aus der Ukraine die Freistellung deutscher Männer aus der Rüstungindustrie für die Wehrmacht zu ermöglichen. Beide Teilaufgaben hat Koch bisher mit den verschiedensten Methoden erfüllt. Bisher sind über eine Million Arbeitskräfte aus der Ukraine ins Reich gewandert. Koch hat den Auftrag, ein Kontingent von einer weiteren halben Millionen herauszupressen. In den einzelnen Gebieten wurde uns skeptisch gesagt, daß weitere Mobilisierungen zum Arbeitseinsatz untragbar wären, weil dann eben die landwirtschaftliche Arbeit und auch die Wiederaufbauarbeit an den von den Sowjets zerstörten Fabriken leiden müßten. Dennoch hielt sich Koch an seinen Auftrag. Er ist der Meinung, daß in der Ukraine immer noch viel zu viel Menschen als Nichtstuer herumlungern und daß das Arbeitstempo dann eben gesteigert werden müßte. Die bisherigen landwirtschaftlichen Leistungen bezifferte Koch folgendermaßen: Bis Ende März 1943 wurden für die Wehrmacht und für die deutsche Heimat erfüllt:

5 950 000 Tonnen Getreide
  100 000 ”  Saatgut
  148 000 ”  Hülsenfrüchte
  796 000 ”  Ölsaaten (dies entspricht 400 000 Tonnen reinen Fett)
    49 000 ”  Butter
 1 240 000 ”  Kartoffeln
 3 100 000 ”  Honig
  220 000 ”  Zucker
     5 500 ”  Fische
     5 000 ”  Baumwolle
     5 000 ”  Wolle
     5 500 ”  Flachs und Hanf
     1 500 ”  Drogen / Heilkräuter
2 120 000 Stück Rindvieh
  450 000 ”  Schweine
  406 000 ”  Schafe
420 000 000 ”  Eier
14 000 000 ”  Geflügel
  138 000 Hektoliter Sprit
 3 000 000 Tonnen Heu
 4 000 000 ”  Stroh.

Diese Abschlußzahlen für Ende März 1943 sind überraschend hoch. Sie können leider nicht in vollem Umfange veröffentlicht werden, um nicht dem Gegner wertvolle Rückschlüsse zu geben. Die jetzige Ernte steht außerordentlich gut. Wenn nicht alles täuscht, dürfte die Ukraine im Jahre 1943 eine Rekordernte haben, die das von Koch angestrebte Ziel erleichtert, über den Herbst zum Herbst wenigstens die Fettration heraufgesetzt werden kann. Er erstrebte ferner, daß im Laufe des 5. Kriegjahres die Brotkarte überhaupt verschwindet. Wohlgemerkt, diese Bemerkung Kochs waren mehr privater Natur und sind nicht mit den Reichsernährungsministeriums abgestimmt.

Koch betrachtet die Ukraine als reine Kolonie. Er wünscht nicht, daß die Ukrainer gequält werden, aber er wünscht ihren totalen Arbeitseinsatz. Wir erfuhren im Verlauf dieser Reisen, daß durch Erlaß des Reichskommissars die Prügelstrafe abgeschafft wurde, die im ersten Jahr der deutschen Zivilverwaltung noch Gang und Gäbe war in Fällen, wo deutsches Eigentum, insbesondere Maschinen usw. durch grobe Fahrlässigkeit und Stumpfsinn zerstört wurden. Es gab in solchen Fällen 25 mit der Peitsche. Die deutsche Zivilverwaltung hat sich inzwischen davon überzeugen müssen, daß das Ehrgefühl des Ukrainers den weiteren Vollzug der Prügelstrafe als einer öffentlichen Strafe untunlich erscheinen ließ. Die Sowjets haben zwar viele Ukrainer in Gefängnissen usw. gequält, niemals aber eine Prügelstrafe öffentlich vollzogen. Von untergeordneten Instanzen wird auch heute noch die Prügelstrafe als zweckmäßig und wirksam bezeichnet. Tatsächlich ist jedoch abgeschafft es sei denn, daß eine spontane leichte Züchtigung durch Backpfeifen in den einzelnen agrarischen Gebieten bei offensichtlich schweren Vergehen ausgeübt werde. Man hat sich überhaupt über das Ehrgefühl der Ukrainer getäuscht. Die Sowjets haben es verstanden, einige primitive Grundsätze der Zivilisation in vielen Gebieten ihres Reiches im Gegensatz zu den Gewohnheiten des Zarismus durchzusetzen. Es waren reine Äußerlichkeiten, aber sehr wirksame: So kämpften die Sowjets gegen den übermäßigen Genuß von Alkohol, gegen das Fluchen und Schimpfen und gegen jede FORM der Unhöflichkeit. All diese Erscheinungen wurden als „kulturlos“ gegeißelt und schließlich dem Schulkind schon beigebracht, daß es bei jeder Gelegenheit: Bitte und Danke zu sagen habe, daß es den Fluch zu vermeiden und die totale Betrunkenheit als anstößig zu empfinden habe. Diese Norm hat sich zweifellos durchgesetzt und danach muß sich nun auch die deutsche Behandlung richten, wenn sie nicht au fond scheitern will. Koch wendet sich bei den Erlassen des Ostministeriums vor allem dagegen, daß den Ukrainern zu viel Geschenke gemacht werden. Er meint, daß die deutsche Situation zu ernst sei, daß deutsche Opfer, vor allem im Westen, einen zu großen Umfang haben, um besonders human mit den Ukrainern umzuspringen. Sie leben wie in tiefem Frieden und sind gut ernährt. Diese Auffassung Kochs ist richtig: Vom ersten Tage bis zum letzten unsres Ukrainer Aufenthalts sahen wir mit Ausnahme einiger weniger Industriestriche nur gut genährte Menschen, deren biologische Kraft völlig unerschüttert ist. Auffallend war besonders der Gesundheitszustand der Frauen, die bis in das das mittlere Lebensalter hinein von einer geradezu urwüchsigen Kraft strotzen. Brüste haben wie die Diana von Ephesus und Geburten nichts auszumachen. Erst als wir uns der Reichsgrenze näherten, wurde uns bewußt, wie tief der Gesundheitszustand der deutschen Frau demgegenüber steht. Bleiche Gesichter, eingefallener Körper, der Druck einer ungenügenden Ernährung auf den Geist, in der Haltung und bei vielen Lebensäußerungen. Die ukrainische Frau, die eine bedeutend größere Rolle spielt als der ukrainische Mann, hat eine Kraft in sich, die uns heute und später viel zu schaffen machen wird. Der Bevölkerungszuwachs ist zweifellos durch die Verschleppung und den Abtransport zahlloser Männer der Ukraine vorübergehend abgeschwächt.

[…]

Über die Judenfrage hörten wir ganz eindeutige und lapidare Feststellungen. Unter den 16 Millionen Einwohnern des Zivilverwaltungsgebiets Ukraine gab es 1,1 Mill. Juden. Sie sind restlos liquidiert. Wir sahen tatsächlich auf unserer ganzen Reise nur 4 Juden, und diese waren in einem Straflager des SD als Schneider tätig. Jeweils zuletzt wurden die jüdischen Handwerker liquidiert. Bei einigen Exekutionen hatten ungarische oder slowakische Offiziere Aufnahmen gemacht, die dann nach Amerika gelangten. Dies wurde als besonders peinlich empfunden. Die Ukrainer haben der Exekution der Juden ziemlich gleichgültig zugesehen. Bei den letzten Exekutionen im vergangenen Winter wurde von einigen Dörfern Widerstand geleistet. Ein höherer Beamter vom Reichskommissariat faßte die Exekution mit den Worten zusammen: „Juden wurden wie die Wanzen vertilgt.“

[…]


Kurze Zusammenfassung.

Die Ernte steht gut und die landwirtschaftlichen Probleme sind in der Ukraine gemeistert worden. Schwierigkeiten bereitet der Abtransport der Riesenernte noch des vergangenen Jahres und die Einbringung in diesem Jahr. Die schwierigste Frage ist der Transport vom Acker zur nächsten Bahnstation. An Speicherraum fehlt es durchaus. Der Arbeitseinsatz ist die nächstschwierigere Frage. Sie hat schwerwiegende psychologische Seiten, muß aber durch Führungsbefehl weiter forciert werden. Das Gesamtgebiet ist befriedet mit Ausnahme der nördlichen Waldgebiete. Eine politische Gegenbewegung in der Ukraine ist nicht vorhanden, jedoch hängen die Möglichkeiten einer solchen Entwicklung von dem weiteren Kriegsverlauf ab. Die politische Verwaltung funktioniert, es fehlt aber vielfach an Fachleuten; die Einziehungen zur Wehrmacht haben auch im Ostführerkorps nicht unerhebliche Lücken gerissen. Der Kurs wird im Grunde vom Reichskommissar Koch bestimmt, der zwar Anordnungen des Ostministeriums entgegennimmt, ihre Ausführung jedoch davon abhängig macht, ob sie mit den ihm vom Führer gegebenen Aufträgen übereinstimmen.

Zum Schluß noch einige wenige Worte über Rumänien.

[…]

Von allen Deutschen in Bukarest wurde immer wieder die Frage gestellt, ob sich Rumänien auch haltungsmäßig bewähren werde, wenn eine Invasion der Angloamerikaner an der rumänischen Schwarzmeerküste oder sonst irgendwo auf dem Balkan eintritt. In diesem Fall darf man sich Rumäniens nicht so sicher sein wie während der Dauer des Ostfeldzuges. Dies war die allgemeine Auffassung. Auch die Bindungen nach Belgrad hin sind immer noch sehr stark. Es wird in Rumänien sehr genau beobachtet, was wir mit Serbien anfangen. Über die siebenbürgische Frage ist sich das ganze rumänische Volk einig. Fieberhaft wird verfolgt, was die Ungarn in dem neu gewonnenen Teil Siebenbürgens beginnen. Sie haben dort sehr viel aufgebaut. Es herrscht, wenigstens was die Fassade anlangt, größere Ordnung und Sauberkeit als zur rumänischen Zeit, aber damit allein ist für die Ungarn noch nichts gewonnen. Die rumänische Politik heißt: totale Revision in dieser Frage.

Dr. Hans-Joachim Kausch.

Ich habe vor, 5 Artikel zu schreiben. Der erste behandelt Taurien, der zweite die Krim, der dritte die deutsche Volksgruppe in der Südukraine und am Schwarzen Meer, der vierte politische und wirtschaftliche Probleme des Dnjepr und der fünfte wird wahrscheinlich ein allgemein-politischer Artikel über die Aufbauprobleme der Ukraine sein. Vielleicht springt auch noch ein Feuilleton über Ascania Nova heraus. Für ein umfangreiches Bildmaterial bisher noch nicht veröffentlichter Fotos werde ich Sorge tragen. Diese Arbeiten laufen Ende dieser Woche an, mit der Sperrzeit für 10.–11. Juli.

Dr. K.

Press Chief
Tgb. No. 500/43 g

SECRET

Berlin, June 26, 1943

Strictly confidential information report on my trip to Ukraine and Crimea from June 3 to June 22, 1943

The Travel Route

This informational trip organized by the Ministry for the East, involving 14 German journalists, followed the route:

Berlin – Bucharest – Kishinev – Tiraspol – Odessa – Nikolaev – Kherson – crossing the Dnieper to Alishki – from there via Perekop to Simferopol – Bakhchisaray – Chufut-Kale – Simferopol – Melitopol – Sea of Azov – extended drives into the Nogai Steppe, including Askania Nova – Melitopol – Zaporizhzhia – Dnipropetrovsk – Kyiv – Rivne – Kovel – Warsaw – Berlin.

The original itinerary included a visit to the southern Crimean coast with tours of Sevastopol, Yevpatoria, Livadiya, Yalta, etc. This plan had to be changed after a 1½-day stay in Simferopol, when Field Marshal von Kleist issued a formal expulsion order requiring us to “withdraw” to the northern Crimea (Tauric region). This order was apparently not directed at us journalists, but rather at the Ministry for the East or Gauleiter Frauenfeld, who administered Crimea’s civil sector from Melitopol as General Commissioner. Due to a series of misunderstandings, both parties had apparently failed to obtain permission from von Kleist to enter the rear army zone of Crimea.

Kleist’s behavior was not particularly generous, considering we were already in southern Crimea. Yet, unexpectedly, we gained significant journalistic value from being able to explore the Nogai Steppe and the peripheral areas of the Sea of Azov in detail—something that would otherwise have been impossible. Instead of a Baedeker-style tour along the southern coast, we gained deep insight into the agricultural and general conditions of this remote Tauric region.

Another minor mishap occurred on our return journey. West of Kovel, in the center of partisan activity in Volhynia, our train struck a mine. The locomotive, baggage car, and one express car were disabled; the rest, including our journalists’ cars, had to be towed back. It was a rather eerie experience but ended without harm for us.

In the entire region of southern Ukraine and Crimea, there are no partisans. One can move freely without special precautions. We traveled for days through the steppe without even carrying a firearm.

The center of partisan activity lies in Volhynia-Podolia—north of the line Kovel–Rivne–Lviv–Zhytomyr and in the northern Kyiv area. In Volhynia–Podolia there are about 70,000 partisans composed of Poles, Ukrainian nationalists, and Soviet army elements. They control many airfields (11 around Zhytomyr alone, including four fully equipped for night landings).

Volhynia, unlike the rest of Ukraine, still has an intact leadership class (Lviv University), and the forested and swampy terrain offers ideal hiding places. The situation there has become increasingly serious. The partisans are well-organized, conscript all able-bodied men in the territories they control, operate under a partisan general in Moscow, and are fully supplied with heavy weapons and food. They have occupied and expanded the old Stalin Line. Only military means can counter this partisan threat. Reich Commissar Koch told us he had received the Führer’s assurance that the partisan threat would be dealt with during the remainder of the year.

The General Commissioner of Kyiv, Magunia, hoped for the same in the northern Kyiv area. The partisan threat is particularly damaging there because we need to harvest 2.6 million cubic meters of timber this year for the Donets mining program, fortification work, and the timber-poor southern Ukraine. Pacifying this area is essential. The population only supports the partisans when German protection proves entirely inadequate, which is unfortunately often the case. I am addressing the partisan threat here at the beginning because many questions about it are being asked in the Reich.

In the middle and northern sections of the Eastern Front, the partisan danger is undoubtedly more severe. So far, it has not significantly hampered reconstruction in Ukraine. A year ago, there were no partisans in the entire Ukrainian territory. It remains to be seen whether the increased labor conscription and grain requisitions will drive more Ukrainians to the partisans. Southern Ukraine, due to lack of forests, is unsuitable for partisans. Occasionally, Soviet paratroopers were spotted and quickly apprehended.

The Task of Reich Commissar Koch

I begin with the end of our trip, where we were received in Rivne by the Reich Commissar for Ukraine, Erich Koch. He provided a comprehensive overview that complemented the many conversations we had with generals, area commissioners, agricultural leaders, etc.

As Gauleiter of East Prussia and Reich Commissar of Ukraine, Koch rules practically from the Baltic Sea to the Black and Azov Seas. He is undoubtedly the strongest force in German Eastern policy, often outpacing the plans and intentions of the Ministry for the East. In Berlin, decisions are sometimes made that Koch considers premature, though he recognizes the Ministry’s necessity. While we were in Ukraine, Rosenberg undertook his first major inspection tour, accompanied by Koch, visiting all six General Commissariats (provincial governors). Koch spoke to us after that tour ended, which occasionally overlapped with ours.

He explicitly emphasized his agreement with Rosenberg; however, we all had the impression that Koch, in fulfilling the Führer’s orders, must often act contrary to the Ministry’s policies. His orders are to extract the maximum agricultural produce and raw materials from Ukraine to support the German war effort and to conscript large numbers of Ukrainian workers so that German men can be released from war industries to join the Wehrmacht. Koch has fulfilled both duties using various methods.

Over one million Ukrainian workers have been sent to the Reich, and Koch is tasked with extracting another half-million. In some areas, we were told this was unsustainable, as further mobilization would harm agriculture and reconstruction. Nonetheless, Koch adheres to his orders. He believes too many idle people still linger in Ukraine and that work speed should simply be increased.

Koch gave the following figures for agricultural output fulfilled for the Wehrmacht and the German homeland up to the end of March 1943:

5,950,000 tons of grain
100,000 tons of seed
148,000 tons of legumes
796,000 tons of oilseeds (equivalent to 400,000 tons of pure fat)
49,000 tons of butter
1,240,000 tons of potatoes
3,100,000 tons of honey
220,000 tons of sugar
5,500 tons of fish
5,000 tons of cotton
5,000 tons of wool
5,500 tons of flax and hemp
1,500 tons of drugs/medicinal herbs
2,120,000 cattle
450,000 pigs
406,000 sheep
420,000,000 eggs
14,000,000 poultry
138,000 hectoliters of alcohol
3,000,000 tons of hay
4,000,000 tons of straw

These March 1943 totals are surprisingly high. They cannot be fully published to prevent the enemy from drawing conclusions. This year’s harvest appears to be excellent, potentially a record year. Koch hopes to increase the fat ration and possibly eliminate bread ration cards in the fifth war year. These comments were unofficial and not coordinated with the Reich Ministry of Food.

Koch views Ukraine strictly as a colony. He doesn’t want Ukrainians to be tortured but demands total labor deployment. We learned that he had abolished corporal punishment, which in the first year of civilian administration was still common for negligence or damage to German property. Previously, 25 lashes were given with a whip. The German administration realized that public flogging was unacceptable to Ukrainian honor. The Soviets, though they tortured people in prisons, never carried out public floggings.

Some officials still view corporal punishment as effective, but officially it has been abolished—except for spontaneous slaps in the face in rural areas for clear offenses. The sense of honor among Ukrainians was underestimated. The Soviets managed to instill certain basic civil norms—abstaining from alcohol abuse, cursing, and impoliteness—which were taught from childhood. These habits have taken root, and German behavior must adapt if it is not to fail.

Koch opposes overly generous Ministry policies toward Ukrainians, believing the German situation is too serious and the sacrifices—especially in the West—too great for leniency. The Ukrainians live in relative peace and are well-fed. This is true: throughout our stay we saw, aside from some industrial areas, only well-nourished people with full biological strength. Ukrainian women in particular were striking in their robust health.

Only as we approached the Reich border did we notice how much worse German women appeared—pale, sunken features, and the psychological toll of poor nutrition. Ukrainian women, more important than Ukrainian men, possess strength that will continue to challenge us. Population growth has temporarily slowed due to the deportation of Ukrainian men.

[…]

On the Jewish Question

We heard very clear, blunt statements. Of the 16 million inhabitants in the civilian-administered territory of Ukraine, there had been 1.1 million Jews. They have been completely liquidated. Throughout our entire journey, we saw only four Jews, and they were working as tailors in an SD penal camp. The Jewish artisans were liquidated last.

Some Hungarian and Slovak officers took photographs of executions, which later reached America—this was considered particularly embarrassing. Ukrainians mostly watched the executions with indifference. At some executions last winter, some villages resisted. A high-ranking official of the Reich Commissariat summarized the executions as: “Jews were exterminated like bedbugs.”

[…]

Brief Summary

The harvest looks good, and Ukraine’s agricultural problems have been resolved. Difficulties remain with transporting last year’s vast harvest and bringing in this year’s. The hardest issue is transporting crops from field to railway station. Storage space is insufficient. Labor deployment is the next major issue, with serious psychological factors, but must be pursued with leadership directives.

The region is pacified except for the northern forest zones. There is no political opposition movement in Ukraine, but that could change depending on the war’s outcome. The administration functions but lacks expertise in many areas, with Wehrmacht conscription depleting even leadership personnel. Koch essentially sets the course, accepting Ministry directives only if they align with the Führer’s orders to him.

Finally, a few words about Romania:

[…]

All Germans in Bucharest repeatedly asked whether Romania would hold firm if the Anglo-Americans invaded the Black Sea coast or the Balkans. In such a case, Romania’s loyalty could not be guaranteed as during the Eastern campaign—this was the prevailing view. Ties to Belgrade remain strong. Romania closely watches what we do with Serbia.

On the Transylvania question, all Romanians are united. They closely monitor Hungarian activities in newly acquired parts of Transylvania. The Hungarians have built up the region significantly, with greater order and cleanliness—at least on the surface—than under Romanian control. But that alone is not a victory for Hungary. Romania’s policy remains: total revision of the issue.

Dr. Hans-Joachim Kausch

I plan to write five articles. The first will be on Tauria, the second on Crimea, the third on the German ethnic group in southern Ukraine and the Black Sea, the fourth on political and economic issues along the Dnieper, and the fifth likely a general political piece on reconstruction in Ukraine. Perhaps even a feature on Askania Nova. I will provide a large number of previously unpublished photographs. The work begins later this week, with an embargo until July 10–11.
Dr. K.

Archivial reference:

Instiute for Jewish Research Repository (YVO) Box: 36, Folder: OCCE 4-11, Reel: MK 542.27 (Mixed Materials)

Digital record: Strictly confidential informational report on a trip to the Ukraine and Crimea, 6/3-22/43. Report dated: 6/26/43. 20 typescript pp., ROS_IE16008118. YIVO Institute for Jewish Research.

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